Hier wird gespielt: die Osnatel-Arena Osnabrück

Schmuckkästchen mit 16.667 Plätzen

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Hier sollen am Montagabend anstelle von Lila-Weiß die Farben Schwarz und Weiß dominieren: Für den DFB-Pokal-Kracher gegen Bayern mietete sich der BSV Rehden in der Osnatel-Arena, dem etatmäßigen Wohnzimmer des VfL Osnabrück, ein.

Rehden/Osnabrück - Die „Schwarz-Weißen“ tragen das Spiel ihres Lebens im Wohnzimmer der „Lila-Weißen“ aus: in der Osnatel-Arena, der Heimat des Drittligisten VfL Osnabrück.

Wenn der BSV Rehden dort am Montag, 5. August, Triple-Sieger FC Bayern München empfängt, ist das Schmuckkästchen erstmals seit langer Zeit ausverkauft. Es verfügt über insgesamt 16.667 Plätze – 10.475 Steh- und 6.192 Sitzplätze.

Rehden und Bayern hätten ihren Fans noch deutlich mehr Tickets verkaufen können. Klar, dass sich da die Frage aufdrängt, warum der Viertligist nicht ins knapp dreimal größere Weserstadion ausweichen wollte. Der geringe Entfernungsunterschied – nach Bremen sind es von Rehden etwa 70 Kilometer, nach Osnabrück 65 – dürfte jedenfalls kaum eine Rolle gespielt haben. „Nein, daran lag es nicht“, stellte BSV-Vorsitzender Friedrich Schilling nach den langen Verhandlungen klar: „Wir haben in Osnabrück ein Rundumpaket geboten bekommen, das bereits die Kosten für Ordner, Sicherheitspersonal und die anschließende Stadion-Reinigung beinhaltet. Davon abgesehen, sorgt der VfL für den Druck der Tickets und weitere Kleinigkeiten.“

Auch die Gespräche mit den Bremern „waren gut – und die Stadionmiete gar nicht mal so hoch“. Doch an zusätzlichen Kosten wie Park & Ride-Ausgaben mit den erforderlichen Bussen sowie der Entschädigung für die im Kartenpreis inbegriffene Gratis-Nutzung von Bus und Bahn konnten die Hanseaten selbst nicht rütteln.

Hinzu kam, dass dem BSV nicht alle 42.000 Plätze zur Verfügung gestanden hätten – beispielsweise nicht die in den Logen. Und Bayern-Fans in der Ostkurve – das wollte die Bremer Weserstadion-GmbH nicht zulassen. „Doch wir haben keine 7.700 BSV-Rehden-Fans, um die Kurve zu füllen“, weiß der BSV-Boss.

Bei allem Abwägen der Fürs und Widers spielte zudem noch die Tatsache eine Rolle, dass dieses Spiel live in der ARD zu sehen ist: „Da überlegt sich der eine oder andere bei einem mittleren Bundesliga-Preis schon, ob er an einem Wochen-, einem Arbeitstag, ins Stadion fährt oder lieber zu Hause guckt“, verdeutlicht der Vorsitzende: „Auch deshalb erschien uns das Risiko zu groß. Jetzt können wir mit einem ausverkauften Stadion rechnen und solide kalkulieren.“

Übrigens wäre das Weserstadion auch nicht auf ungeteilte Gegenliebe der von Rehden angesprochenen Bayern-Fanclubs gestoßen: „Wir haben zu hören bekommen, dass es ohne die Ostkurve ja fast nur Sitzplätze gegeben hätte – die wären vielen zu teuer gewesen“, berichtete Schilling. In der Osnatel-Arena gibt's hingegen proportional mehr nutzbare Stehplätze als im Weserstadion.

Nach dem Umbau 2008 verfügt dieser Fan-Pilgerort an der Bremer Brücke nun über zwei Anzeigetafeln und eine moderne, komplett überdachte Nordtribüne mit ausschließlich Sitzplätzen. Wie in Bremen gilt auch in Osnabrück die Ostkurve als Stammbereich der eingefleischtesten Fans. Die Anhänger der Gäste stehen in der Westkurve.

Wer nicht mit dem Auto anreisen will, kann die Bahn nutzen und von dort einen Bus der Linien 91-92, 31-32-33 oder 81-82 nehmen. Wer zu Fuß geht, hat sein Ziel nach zwei Kilometern erreicht.

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