Rehden spielt 1:1 gegen Oldenburg und ist damit weiterhin nicht gesichert

Matchball vergeben, aber noch ein Remis gerettet

+
Aua, das tat weh: Oldenburgs Verteidiger Franko Uzelac (li.) hat beim Kopfballduell mit Rehdens Mittelstürmer Abu Bakarr Kargbo kein Erbarmen. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit 1:1.

Rehden - Von Arne Flügge. Der Tisch war reichlich gedeckt, doch der Appetit des BSV Rehden nicht so groß, um am Ende auch den letzten Happen zu verspeisen, um endlich satt und glücklich zu sein. Immerhin rettete der Fußball-Regionalligist am Samstag im Heimspiel gegen den VfB Oldenburg beim 1:1 (0:1) noch einen Punkt, der in den beiden noch ausbleibenden Spielen richtig wertvoll werden kann.

Vor dem Anpfiff war aus Hannover die frohe Botschaft gekommen: Der Goslarer SC, mit 35 Punkten auf Abstiegsplatz 16, hatte gegen 96 II mit 0:3 verloren. Das hieß für Rehden (39): Ein Sieg gegen Oldenburg – und der Klassenerhalt wäre perfekt.

Doch die Gastgeber taten sich in der ersten Halbzeit gegen die defensiv und sehr kompakt eingestellte Gäste schwer. Zudem geriet Rehden bereits in der achten Minute in Rückstand. Mit einem 16-Meter-Schuss genau in den Winkel erzielte der Ex-Rehdener Alessandro Ficara das 1:0 für Oldenburg. „Das war ein Sonntagsschuss, der Oldenburg natürlich in die Karten gespielt hat. Dass er den so trifft, passiert auch nicht alle Tage“, meinte BSV-Coach Alexander Kiene: „Das müssen wir aber vorher auch besser klären.“ Gemeint war Innenverteidiger Michael Wessel, der Ficara eine Hereingabe direkt vor die Füße geköpft hatte.

Der Gegentreffer hinterließ bei den Hausherren Spuren. Zum einen war der BSV Rehden nun unter Druck geraten, zum anderen wollten die Platzherren keinen weiteren Fehler machen, um das zweite Gegentor zu kassieren. „Mit dieser Situation haben wir uns sehr schwer getan“, räumte Kiene ein.

Andererseits fanden die Rehdener auch kaum einmal ein probates Mittel, um die starke Defensive der Oldenburger zu entblößen. Vor allem VfB-Trainersohn Franko Uzelac bot in der Innenverteidigung eine richtig gute Leistung, ließ kaum etwas zu. Rehden probierte es oft mit langen Bällen, verlor viele Zweikämpfe, war nicht passsicher genug. „Und wenn wir mal in die Spitze gespielt haben, hat uns der letzte Punch gefehlt“, monierte Kiene. So plätscherte die Partie mehr oder weniger höhepunktarm vor sich hin. Und während Kiene das Spiel des Gegners „als destruktiv“ beschrieb, war Oldenburgs Trainer zufrieden. „Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit eine richtig gute Leistung geboten und nichts zugelassen“, urteilte der Rehdener Ex-Coach.

Nach dem Wechsel wurden die Hausherren dann stärker. Das war auch einem Wechsel im defensiven Mittelfeld zu verdanken. Kiene hatte für Malte Grashoff auf der zweiten Sechserposition Matthias Tietz gebracht, der viel für das Spiel nach vorn tat. „Diese Umstellung hat sich bezahlt gemacht“, meinte Kiene, „Matthias hat das sehr gut gemacht. Wir hatten mehr Ballbesitz und haben auch besser Fußball gespielt.“

Und nach 49 Minuten hätte Rehden auch den Ausgleich erzielen können, doch Danny Arend schoss aus halblinker Position am langen Eck vorbei. „Da hätten wir das 1:1 machen müssen“, urteilte Kiene. Denn mit zunehmender Spieldauer lief den Rehdenern auch die Zeit davon. Zwar hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, doch fehlte gerade bei Standards weiter das Timing. „Zum Schluss haben wir dann alles nach vorn geworfen“, sagte Kiene, der von 4-2-3-1 auf 3-5-2 umstellte, Moses Lamidi damit in die Spitze schickte. Ein Schachzug, der sich lohnte, denn in der 78. Minute stand Lamidi goldrichtig und drückte eine Kopfballverlängerung von Abu Bakarr Kargbo per Kopf zum umjubelten 1:1 über die Linie.

Dem VfB Oldenburg reichte dieses Remis zum Klassenerhalt. „Wir sind froh, es geschafft zu haben“, jubelte Coach Uzelac. Auch Kiene war nicht ganz unzufrieden: „Wir haben jetzt die 40-Punkte-Marke geknackt und sind unserem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Ich hoffe, dass wir jetzt nächste Woche alles perfekt machen können.“

Vor den beiden noch ausstehenden Spielen hat Rehden jetzt fünf Punkte Vorsprung auf Goslar und das um zehn Treffer bessere Torverhältnis. Das müsste es doch mit dem Teufel zu gehen, es nicht zu packen.

Mehr zum Thema:

Werder-Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Alexander Zverev und Kohlschreiber weiter - Djokovic raus

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Meistgelesene Artikel

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Kommentare