Dreimal Müller

Rehden raus mit Applaus

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Diesen Luftkampf mit Thomas Müller (rechts) gewinnt Rehdens Innenverteidiger Michael Wessel, aber das war die Ausnahme. Mit seinen drei Toren war Nationalspieler Müller der Mann des Abends. n Foto: dpa

Osnabrück - Am Ende war die Klasse des Gegners doch zu übermächtig: Trotz einer engagierten und taktisch über weite Strecken disziplinierten Leistung verlor Fußball-Regionalligist BSV Rehden gestern Abend in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Triple-Sieger FC Bayern München am Ende erwartungsgemäß mit 0:5 (0:2).

Schade nur, dass den Rehdenern kein Ehrentreffer gelang – sie hätten ihn sich verdient gehabt. Vor knapp 17 000 Zuschauern in der ausverkauften Osnabrücker Osnatel-Arena erzielten Xherdan Shaquiri (18.) und Thomas Müller (45/58., Foulelfmeter/64.) mit einem Dreierpack sowie Arjen Robben (88.) die Tore für den Rekordpokalsieger.

Auch wenn Bayern-Trainer Pep Guardiola zunächst Stars wie Franck Ribery, Javier Martinez, Philipp Lahm oder Thiago geschont hatte – es lief trotzdem eine Weltelite auf. Doch davon zeigten sich die Rehdener recht unbeeindruckt. Natürlich standen die Gastgeber tief, versuchten, die Räume dicht zu machen, um dann vielleicht den einen oder anderen Nadelstich setzen zu können.

So dauerte es fast eine Viertelstunde, ehe die Bayern das erste Mal gefährlich vors BSV-Tor kamen, doch Innenverteidiger Michael Wessel warf seinen Körper in den Schuss von Thomas Müller. Die Frage, wie lange die Rehdener gegen die bayrische Übermacht wohl das 0:0 halten könnten, wurde nach 18 Minuten beantwortet: Die BSV-Deckung bekam den Ball nicht aus der Abwehrzone geschlagen, und Xherdan Shaqiri vollstreckte nach einem Schuss von Robben aus drei Metern zum 1:0.

Doch Rehden ließ die Köpfe nicht hängen, ging weiter konzentriert und auch engagiert zur Werke. Vor allem Neuzugang Younes Chaib spielte häufiger seine Schnelligkeit auf der rechten Seite aus – und ärgerte damit keinen Geringeren als David Alaba. Und in der 29. Minute wäre dem BSV fast sogar der Ausgleich gelungen. Nach einem Fehler von Rafinha steuerte Alexander Neumann auf Manuel Neuer zu, der den Heber des Rehdeners Stürmers noch am langen Eck vorbeiwischte. 60 Sekunden später traf auf der anderen Seite Robben nur den Pfosten, dann zielte der Niederländer vorbei (37.).

Dass die Bayern gefühlte 80 Prozent Ballbesitz hatten, war von vornherein klar gewesen. Wie diszipliniert der BSV Rehden spielte, keinen Zweikampf scheute und mit Mann und Maus verschob, damit hatten sicher nicht alle gerechnet. Die Frage war nur, wie lange der Regionalligist dieses intensive Laufspiel durchhalten würde. Zumal die Bayern fast mit dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhten: Rafinhas Flanke nach einer schnell ausgeführten Ecke wuchtete Müller in die Maschen.

Doch auch von diesem zum psychologisch bitteren Zeitpunkt gefallenen Gegentor ließ sich der BSV Rehden nicht aus dem Konzept bringen. Die Mannschaft hielt sich weiter an ihre Taktik und machte es den Münchnern schwer.

Freilich konnte der Regionalligist Chancen des Triple-Siegers nicht gänzlich vermeiden. So rettete BSV-Keeper Milos Mandic mit einem Klasse-Reflex gegen Mario Mandzukic (56.), den Eckball köpfte Müller an den Querbalken.

Bilder vom Pokalspiel

BSV Rehden verliert DFB-Pokal-Spiel gegen Bayern München

Aufregung nur 60 Sekunden später: Stefan Heyken legte Müller im Strafraum – ein klarer Fall für einen Strafstoß. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 3:0 (58.). Erneut Müller erhöhte auf 4:0 (64.). Bewundernswert das Herz der Rehdener, die nicht aufsteckten und in der 73. Minute fast das Ehrentor erzielten, doch Danny Arend schoss knapp vorbei. Die vier Klasseparaden von Mandic in der Schlussphase waren ein Sinnbild für die Leidenschaft der Rehdener, denen nur noch Robben mit dem 5:0 ein bisschen weh tat. flü/ck

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