BSV Rehden am Sonntag zum Lüneburger SK Hansa / „Es geht nur miteinander“

Gerber setzt im Kampfspiel auf den Mannschaftsgeist

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Rehdens Toptorschütze Abu Bakarr Kargbo (re.) soll seine Mannschaft am Sonntag in Lüneburg zum Sieg schießen.

Rehden - Von Arne Flügge. Das wird kein Zuckerschlecken, und ein schönes Spiel ist auch nicht unbedingt zu erwarten: Kampf, Wille, Leidenschaft und mannschaftliche Geschlossenheit sind die Tugenden, die Fußball-Regionalligist BSV Rehden am Sonntag (14.00 Uhr in Bardowick) im Auswärtsspiel beim Lüneburger SK Hansa in den Ring werfen muss, um zu bestehen. „Es wird ein Stück weit Abstiegskampf“, vermutet Rehdens Trainer Fabian Gerber.

Die Ausgangslage ist klar. Rehden ist mit 24 Punkten Zehnter. Lüneburg liegt mit 20 Zählern auf Rang 15. „Von daher erwarte ich ein ganz schweres Spiel. Jeder weiß, um was es geht“, sagt Gerber, der den Gegner aber unter größerem Druck sieht: „Sie müssen gewinnen, um sich da unten rauszukämpfen. Dementsprechend werden sie auch auftreten. Sie werden kämpfen, versuchen, uns gleich den Schneid abzukaufen. Sie werden heiß sein.“

Aber auch die Rehdener sind mittlerweile auf eine gute Betriebstemperatur gekommen. „Die Jungs haben richtig stark trainiert. Wir haben die Woche intensiv genutzt. Wir freuen uns auf das Spiel – es kann losgehen“, erklärt der BSV-Trainer. Zudem habe der 3:2-Erfolg im Testspiel gegen den Westregionalligisten SV Rödinghausen noch einmal wichtige Erkenntnisse gebracht. Nicht nur für den Trainer, auch für die Mannschaft. „Insgesamt konnten wir zufrieden sein, doch wir hatten auch eine Phase von rund 30 Minuten, in denen der Gegner schalten und walten konnte, wie er wollte. Das war nicht gut“, erklärt Gerber.

Die Mannschaft habe gemerkt, dass sie noch mehr als Team auftreten, kompakter verschieben und viel zusammen reden müsse. „Es geht nur miteinander“, stellt Trainer Gerber klar. Dabei dürfe kein Spieler ausscheren und die Verantwortung anderen überlassen. Denn wenn die Mannschaft nicht kompakt stehe, „laden wir den Gegner zu Tormöglichkeiten ein, besonders, wenn er durchs Zentrum spielt“. Von daher sei es wichtig, dass sein Team geschlossen auftrete und in der Defensive kompakt stehe.

Und ausgehend von einer guten Abwehrarbeit kann dann das Offensivspiel angekurbelt werden. „Wir haben nach vorn hin unsere Stärken und sind immer für ein Tor gut“, weiß Gerber. Allerdings wünscht sich Rehdens Coach noch mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, um so eine noch höhere Effektivität zu erreichen. „Wir müssen dahin kommen, den letzten und entscheidenden Pass entschlossen und konzentriert zu spielen, dann auch den Willen haben, das Tor unbedingt machen, es erzwingen zu wollen“, wünscht sich der 36-Jährige. Hier sei die Mannschaft aber auf einem richtig guten Weg.

In Lüneburg soll an diesen Stellschrauben also noch gedreht werden. In erster Linie heißt es aber, die Ärmel hochzukrempeln und dem Gegner die Stirn zu bieten. Und dazu ist der BSV Rehden auch bereit. „Die Jungs sind hochmotiviert und heiß“, sagt Gerber, der die Mannschaft so einstellen wird, „dass sie von Beginn an hellwach ist und gleich brutal konzentriert dagegen hält, um nicht unnötig frühzeitig in Rückstand zu geraten. Wir müssen wie in Lübeck den Gegner bekämpfen.“ Um dann selbst torgefährlich zu werden. Denn sollte der BSV Rehden in Lüneburg gewinnen, würde er den Abstand zur Abstiegszone vergrößern und damit „ein kleines Ausrufezeichen setzen“, wie Gerber es formuliert. Und der Trainer ist absolut davon überzeugt, dass seine Spieler „die richtige Einstellung an den Tag legen“, um die erhofften drei Punkte einzufahren.

Personell muss der BSV Rehden am Sonntag auf Kresimir Matovina verzichten. Der Linksverteidiger plagt sich mit Adduktorenproblemen herum. „Stand jetzt ist, dass er uns nicht zur Verfügung stehen wird“, so Gerber.

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