Rehden setzt bei Spitzenreiter HSV II auf seine schnellen Außenspieler

Pauli und Trianni – der Tag der Flügelflitzer

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Artistische Ballmitnahme von Rehdens Christian Pauli (gr. Bild). Der Ex-Profi soll morgen zusammen mit Mattia Trianni (kl. Bild) Dampf über die Außen machen. Fotos (2): Flügge

Rehden - Von Arne Flügge. Der erste Heimsieg der Saison beim 5:1 gegen Neumünster hat Fußball-Regionalligist BSV Rehden gutgetan. „Jetzt geht es uns wesentlich besser“, räumt Trainer Andreas Petersen ein: „Wir werden jetzt aber nicht größenwahnsinnig.“

Schließlich steht den Rehdenern morgen (13.00 Uhr) ein schweres Auswärtsspiel bevor. Eigentlich ist es die leichteste Partie, denn das Team ist bei der Übermannschaft des Hamburger SV II zu Gast, die mit neun Siegen in neun Spielen und 31:6 Toren einsam und souverän an der Tabellenspitze thront.

„Das ist schon eine Wahnsinnsquote. Respekt, Respekt“, sagt Petersen. Dennoch wird sich seine Mannschaft jetzt nicht in die Hosen machen. „Wir fahren nicht dahin, nur um ihnen unsere Ehrerbietung zu erweisen, dem Gegner schon von Beginn an zum Sieg zu gratulieren und dann wieder einzupacken“, macht der 54-Jährige deutlich, dass die Rehdener, die Chance, die sie eigentlich nicht haben, nutzen wollen: „Wir haben jetzt viel Selbstbewusstsein getankt und wollen in Hamburg ‘was holen. Wir wollen beweisen, dass wir eine gute Truppe haben.“

Aufmerksam wollen die Rehdener sein und von Beginn an konzentriert. Aber sie wollen sich keinen Druck machen, befreit aufspielen. Sie haben schließlich nichts zu verlieren. „So trainieren wir, und so gehen wir auch ins Spiel.“ Petersen will Leidenschaft sehen und auch eine breite Brust: „Die dürfen wir schon haben und durchaus auch ein bisschen positiv arrogant sein.“

Viel wird darauf ankommen, inwieweit die schnellen und quirligen Außenspieler des BSV Rehden ihren Offensiv- und Defensivauftrag erfüllen. Mattia Trianni, der gegen Neumünster sein erstes Pflichtspieltor erzielt und über die rechte Seite mächtig Dampf gemacht hatte, soll diese Leistung morgen wiederholen. Auf der anderen Seite soll Christian Pauli Druck auf die HSV-Deckung ausüben und somit der eigenen Defensive Entlastung verschaffen. „Ich hoffe, dass sie mutig und kreativ sind, in Überzahlsituationen auch das Eins-gegen-Eins suchen, Torgefahr ausstrahlen. Denn wenn wir nur hinten drin stehen, wird es brutal schwer.“ Also müssen besonders seine Außenspieler morgen „einen Tag haben, an dem sie etwas Überragendes leisten, damit wir etwas mitnehmen können“, so Petersen.

Was freilich nicht nur für Trianni und Pauli gilt. Die ganze Mannschaft muss eine exzellente Leistung abrufen, um aus Hamburg etwas mitzunehmen. „Wir müssen von Beginn an dagegenhalten“, fordert Petersen. Und dabei natürlich die richtige Balance zwischen Offensive und Defensivverhalten finden.

Schließlich sind die Hamburger in der Offensive überragend bestückt. Ahmet Arslan (sieben Saisontore), Nils Brüning (sechs) und Tolcay Cigerci (fünf) haben die Liga bislang in Grund und Boden geschossen. „Das kann einem Angst machen“, sagt Petersen, „doch wir haben keine Angst.“ Allerdings müsse sich seine Mannschaft noch besser selbst auf dem Platz coachen, ruhig etwas mehr Aggressivität an den Tag legen.

Personell fehlen Rehden morgen weiterhin Kapitän und Mittelfeldspieler Kevin Artmann sowie Innenverteidiger Stefan Heyken.

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