Rehden schlittert in die sportliche Krise

Wenn's plötzlich nicht mehr läuft

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Jeff-Denis Fehr (re.) war ein Unruheherd in der gegnerischen Defensive, doch ihm fehlte die Effektivität.

Rehden - Was so verheißungsvoll begann, scheint mittlerweile in eine handfeste sportliche Krise zu münden. Nach acht Spieltagen stand der BSV Rehden noch im oberen Tabellendrittel der Fußball-Regionalliga. Drei Siege, vier Unentschieden, nur eine Niederlage – alles im Lot.

Doch dann folgte der Knacks. Die Bilanz der letzten sechs Spiele fällt düster aus. 5:12 Tore, vier Pleiten, ein Remis und ein Sieg. Den feierte die Mannschaft beim 2:1 gegen Abstiegskandidat Cloppenburg nach 0:1-Rückstand. Vier Mal schoss Rehden keinen Treffer. Und plötzlich sind es nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. „Die Lage ist ernst“, sagte Vereinsboss Friedrich Schilling nach dem 0:3 gegen den Hamburger SV II.

Doch allein an der plötzlichen Kündigung von Ex-Trainer Alexander Kiene kann es nicht gelegen haben, dass die Rehdener nicht mehr in der Spur sind. Der 37-Jährige holte in den letzten drei Spielen seiner Amtszeit beim BSV die drei Punkte gegen Cloppenburg, verlor zwei Mal.

Ex-Profi Franz Gerber, der als Interimscoach eingesprungen ist, soll der Mannschaft nun wieder den richtigen Weg zeigen. Doch das geht nicht von heute auf morgen. Zumal Fußball „auch viel im Kopf entschieden wird“, so der 61-Jährige. Es ist also ein Prozess, für den es eigentlich keine Zeit gibt. Denn schon am Freitag geht’s nach Meppen. Ergebnisse müssen her.

Warum es auf einmal nicht mehr läuft, wie nach der Winterpause der vergangenen Saison, als Rehden die zweitbeste Rückrundenmannschaft der Liga war, oder auch zu Beginn der neuen Spielzeit – das ist Danny Arend (28) ein Rätsel: „Ich kann nicht beschreiben, was los ist. Ich kann es auch nicht erklären.“ Und dann versucht es der Rehdener Offensivspieler doch: „Es fehlt der letzte Pass, der Zug zum Tor. Und dann frisst du auch noch Gegentore, die nicht fallen dürfen. Das wäre uns vorher nicht passiert.“

Was ein wenig wie Resignation vor der Situation klingt, ist aber keine, wie Arend beteuert. Man müsse auch die Gesamtlage sehen mit den in den vergangenen zwei Monaten vielen verletzten Leistungsträgern. Zustimmung erhält der Spieler da von seinem Trainer. „Diese Ausfälle kann ein Club wie der BSV Rehden einfach nicht kompensieren“, erklärt Franz Gerber. Und darunter leidet die Balance zwischen Abwehr und Angriff. Vorn fehlen Kreativspieler Kapitän Kevin Artmann und Top-Torschütze Abu Bakarr Kargbo, hinten muss die eingespielte Defensive (fast) ständig umgebaut werden. Konstanz sieht da anders aus.

flü

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