Mengas Doppelpack beim 3:0 über Regionalliga-Vorletzten VfL Oldenburg

Rehden der Rettung ganz nah

Den zwölften Saisonsieg machten gestern Abend die Rehdener um Shinji Yamada (links) gegen den VfL Oldenburg perfekt. Die Gäste um Jannes Hillerns (re.) sind damit aus der Regionalliga abgestiegen. Foto: Krüger

Rehden – In den Minuten nach dem erlösenden 3:0 (1:0)-Heimsieg des BSV Rehden über den VfL Oldenburg und der damit quasi sicheren Rettung des so lange abstiegsbedrohten Fußball-Regionalligisten wollte Addy-Waku Menga gestern Abend gar nicht über seinen erneuten Doppelpack reden. „Es ist fantastisch, was für eine Arbeit ,Muzzi‘ hier geleistet hat, wie er die neue Mannschaft aufgebaut hat“, würdigte der Matchwinner seinen Trainer Benedetto Muzzicato: „Schade, dass er uns verlässt. Ich hoffe nur, dass möglichst viele dieser Jungs hier bleiben“, wünschte sich der 35-Jährige – und gab im selben Atemzug praktisch sein Ja-Wort für die neue Saison: „Ich hatte sehr gute Gespräche und fühle mich hier wie zu Hause.“ Ein klares Statement!

Muzzicato wiederum adelte seine Männer „für das, was sie sich in den letzten Monaten erarbeitet und jetzt verdient haben“. Auch der Sieg sei verdient gewesen, „obwohl ich in der Pause ganz schön aggressiv geworden bin“, gestand der 40-Jährige. Zu sehr hatte er sich über schlampige Chancenverwertung und unnötige Fehlpässe geärgert.

Der A-Lizenz-Inhaber hatte seinem Kumpel und VfL-Trainer Dario Fossi eine Überraschung bereitet und erstmals nach langer Zeit wieder eine Vierer-Abwehrkette aufgeboten – mit Shinji Yamada als Rechtsverteidiger und Yannis Becker auf der linken Seite.

In dieser Besetzung leitete Linksaußen Quentin Fouley die erste Rehdener Möglichkeit ein, als er sich bis zur Grundlinie durchtankte, nach innen zog und Menga bediente – doch dem rutschte der Ball aus einem Meter über den Spann (2.). Kurz darauf jubelten die Rehdener Fans unter den knapp 300 Zuschauern: Becker flankte präzise von links, Tomislav Ivicic stieg am höchsten und köpfte lehrbuchmäßig zum 1:0 ein (4.). Die Schwarz-Weißen jubelten in der Traube, aus der sie das Trikot mit der Nummer 23 empor reckten – zu Ehren ihres langzeitverletzten Kapitäns Michael Hohnstedt auf der Tribüne, der gestern seinen 31. Geburtstag feierte. Kurz darauf zwang Fouley VfL-Torwart Jannik Zohrabian aus der Distanz zur Glanzparade (6.). Danach ließen die Rehdener etwas abreißen – und Oldenburg kam besser in die Partie. BSV-Schlussmann Rico Sygo verhinderte mit starkem Reflex das 1:1 gegen den viel zu frei stehenden Kebba Badjie (16.). „Da können wir uns bei Rico bedanken“, wusste Menga. Auf der anderen Seite glänzte wiederum Zohrabian gegen den durchgesprinteten Yamada (29.), zwei Minuten später rettete der Pfosten gegen Fouley. Es hätte also schon zur Pause 4:1 stehen können, doch so ging es mit einem knappen Vorsprung in die Kabine.

Dort blieb der glücklose Rehdener Offensivmann Ronaldo Felix jr., für ihn kam Innenverteidiger Augusto Canzian da Silva, weil Muzzicato wieder auf eine Dreierkette samt 3-4-3-System umstellte. „Wir wollten wieder mehr Tiefe und eine bessere Absicherung haben. Also haben wir das gespielt, was wir gewohnt sind“, erklärte Muzzicato.

Und es zahlte sich aus: Sekunden nach Wiederanpfiff zielte Ivicic noch knapp vorbei, doch vier Minuten später passte ein 18-Meter-Schuss von Menga zum 2:0 (49.)! Die Gäste gaben sich jedoch nicht auf, versuchten einiges nach vorn – und Lennart Blömer wäre beinahe der Anschluss geglückt (knapp aus spitzem Winkel vorbei/59.). Blömer hatte danach noch mit zwei Kontern Pech, bei denen er kurz vor dem Ziel den Ball verstolperte. Doch dann sorgte Menga für die Entscheidung: Eine Rechtshereingabe des kurz zuvor in die Partie gekommenen Shamsu Mansaray bugsierte er ins lange Eck zum 3:0 (75.). Dabei blieb es, und die Rehdener feierten die so gut wie sichere achte Saison in der vierthöchsten deutschen Klasse.

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