Rehden reist zum VfB Lübeck / Stutter und Siala gesperrt / Gerber warnt

Mit Arend und Artmann morgen an die Lohmühle

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Jeff Gyasi (Mi.) startet morgen mit dem BSV Rehden wieder durch. Für seinen Kollegen Marcel Stutter in der Doppel-Sechs (hinter ihm) gilt das nicht, er ist gesperrt. Als Vertretung im Zentrum vor der Abwehr käme Matthias Tietz (vorn) in Betracht.

Rehden - Endlich. Nach einem Monat kompletter Pause und weiteren fast fünf Wochen Wintervorbereitung brennen die Regionalliga-Fußballer des BSV Rehden darauf, dass es endlich wieder um Punkte geht. Und mindestens einen dieser Zähler wollen sie morgen ab 14 Uhr vom VfB Lübeck entführen. „Wir alle sind heiß darauf, dass es für uns unter Wettkampfbedingungen weitergeht“, verdeutlicht Fabian Gerber. Für den neuen BSV-Trainer, seit 10. Januar bei den Schwarz-Weißen im Amt, ist dieses erste Pflichtspiel unter seiner Regie als Chefcoach natürlich erst Recht etwas Besonderes. „Aber noch verspüre ich, ehrlich gesagt, kein Lampenfieber. Im Moment überwiegt einfach die Vorfreude.“

Denn der 36-Jährige sieht seine Mannschaft gut gerüstet für den Rest der Rückrunde: „Wir haben hart und intensiv gearbeitet und fahren gut vorbereitet an die Lohmühle.“

Zudem kann Rehden die Reise fast in Bestbesetzung antreten, denn außer Stammtorwart Milos Mandic (Innenbandriss im Knie) und Mittelfeldmann Jun-Myeong Oh (Muskelfaserriss) hat Gerber keine Verletzten. Auch Danny Arend bekam seine muskulären Probleme rechtzeitig abgeschüttelt. „Er hat am Mittwoch das komplette Mannschaftstraining absolviert“, freut sich Gerber über das Okay des laufstarken Außenspielers. Zudem zeigte sich der A-Lizenz-Inhaber „positiv überrascht, wie schnell Kevin Artmann wieder zurück war“. Rehdens Zehner, Motor und Kapitän hatte sich seit Oktober mit Leistenbeschwerden durchgeschleppt, sich trotzdem noch für Teilzeit-Einsätze in den Dienst der Mannschaft gestellt und Mitte Dezember operieren lassen. „Seit der zweiten Hälfte unserer Vorbereitung ist er wieder dabei – und das ist ganz wichtig.“

Mindestens ebenso wichtig: der Verbleib vieler anderer Schlüsselspieler auch nach der Ende Januar ausgelaufenen Wechselfrist – etwa Jeff Gyasi und Marcel Stutter, die bärenstarken Sechser des BSV. „In unseren Gesprächen vor meiner Zusage als Trainer war das oft ein Thema“, erklärte Gerber: „Ich wollte, dass der Stamm so zusammenbleibt. Das galt auch für unser Zentrum, das uns immer stark gemacht hat.“

Ärgerlich für den Tabellenzehnten ist nur, dass Stutter für das Duell beim einen Platz höher geführten VfB ebenso wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist wie Gazi Siala, der diesen Part im defensiven Mittelfeld ebenfalls schon mal ausgefüllt hat. „Aber wir haben noch andere, die auf dieser Position überzeugen können“, verspricht Gerber – und nennt Matthias Tietz als Beispiel. Gleichzeitig bedeutet diese Aussage jedoch nicht, dass sich der neue Coach schon auf das bewährte 4-2-3-1-System mit eben jenen zwei Sechsern vor der Abwehr als das Nonplusultra festgelegt hat: „Je nach Situation kann es auch ein 4-1-4-1 oder ein 4-4-2 sein – es kommt ganz darauf an, mit wem wir es zu tun bekommen. Denn wir sind eben nicht der FC Bayern, der sein Ding durchzieht – wer immer der Gegner auch ist.“

In Lübeck erwartet er einen „in allen Mannschaftsteilen stark und homogen besetzten VfB“, der in der Winterpause keinen Abgang zu verzeichnen hatte. „Das zeichnet diesen Verein ja schon seit längerem aus. Bei dieser Stärke müssten die Lübecker meiner Meinung nach höher stehen, als sie es jetzt sind.“

Zumindest morgen will der BSV-Trainer allerdings dafür sorgen, dass das Team seines Kollegen Denny Skwierczynski nicht weiter nach oben klettert. Gerber selbst will in der Tabelle lieber vorerst nicht nach oben sehen: „Wir müssen die unteren Regionen im Blick behalten und dafür sorgen, dass wir nicht in die Abstiegszone geraten. Denn bei den vielen Nachholspielen gibt die aktuelle Tabelle kein wahres Bild ab.“

ck

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