Fußball-Regionalliga: Artmanns Traumtor reicht nicht zum Befreiungsschlag

Elfmetergeschenk wirft Rehden aus der Bahn – 1:1

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Andor Bolyki (am Ball) rutschte gestern für Jeffrey Obst in die Startelf. Der 20-Jährige spielte im rechten Mittelfeld.

Cloppenburg - Aus Cloppenburg Berichtet - Arne Flügge. Das ist ganz bitter: Ein Elfmetergeschenk an den BV Cloppenburg brachte den BSV Rehden gestern Abend um den verdienten Lohn eines couragierten Auftritts.

Im Kellerduell der Fußball-Regionalliga musste sich die Mannschaft von Trainer Daniel Gunkel so mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Damit fiel der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf aus. Immerhin blieb Rehden in den letzten drei Spielen vor der Winterpause ohne Niederlage.

„Es ist bitter. Wir haben auswärts wieder eine Führung verspielt. Bis zum Gegentor ist unser Plan aufgegangen. Dann haben wir aber aufgehört, Fußball zu spielen“, sagte Gunkel: „Deshalb müssen wir mit dem Punkt leben.“

Der Coach hatte seine Mannschaft gegenüber dem 0:0 gegen Werder II auf nur einer Position verändert. Für den gelbgesperrten Jeffrey Obst rückte Andor Bolyki ins rechte Mittelfeld. Auch die taktische Grundausrichtung, ein 5-1-3-1-System, blieb unverändert. „Wir haben es heute aber etwas anders gespielt als gegen Werder II. In der Vorwärtsbewegung sind unsere Außenverteidiger mehr mit nach vorne gegangen, so dass wir hinten eine Dreierkette hatten und im Mittelfeld eine Überzahlsituation“, erklärte Gunkel.

Cloppenburg musste kurzfristig auf die beiden etatmäßigen Torhüter verzichten, so dass Jonas Wienholt aus der zweiten Mannschaft (Kreisliga) zwischen den Pfosten stand. Und der Keeper konnte sich gleich auszeichnen, indem er einen Kopfball von Danny Arend entschärfte (9.). In der 27. Minute wurde es dann für Rehden gefährlich, doch Cloppenburgs Jonas Wangler schoss knapp aus 16 Metern vorbei.

Obwohl Rehden mehr für das Spiel tat, neutralisierten sich die Teams weitgehend, da niemand bereit war, sein massives Abwehrbollwerk zu lockern. Gefahr resultierte zumeist aus Standardsituationen: So in der 40. Minute, als Lennart Blömer nach einem Freistoß BSV-Keeper Milos Mandic prüfte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rehden den Druck und kam in der 55. Minute zu einer guten Chance, aber Arend bekam den Ball sechs Meter vor dem Tor nicht unter Kontrolle. Drei Minuten später belohnten sich die Gäste – und wie: Kiala Kifuta setzte sich auf der rechten Seite herrlich durch, und seine langgezogene, präzise Flanke hämmerte Kevin Artmann aus elf Metern halbrechter Position in die Maschen. Ein Traumtor!

Cloppenburgs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Fast im Gegenzug drohte das 1:1, aber Bernd Gerdes verzog knapp (60.). Helle Aufregung dann in der 68. Minute: Viktor Pekrul soll Wangler im Strafraum gefoult haben – eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Dem BVC war es egal, Marius Krumland verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:1. „Die Entstehung ist schon das Problem. Wir dürfen den Spieler gar nicht erst in den Sechzehner lassen, sondern müssen ihn nach außen abdrängen. Dass der Schiedsrichter diesen Zweikampf abgepfiffen hat, ist nicht zu ändern“, sagte Gunkel. Deshalb lohne es nicht, darüber verärgert zu sein.

Dennoch saß dieser Stachel tief beim BSV Rehden. Die Mannschaft verlor den Faden, und es dauerte, bis sich die Gäste von den Schock erholt hatten. Zwingendes brachten beide Teams in der Schlussphase nicht mehr zustande.

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