Trainer Uzelac nach Aufholjagd gegen Cloppenburg: „Serie war sensationell“

Rehden rackert sich zum 3:3 und erntet Lob vom Chef

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Stefan Heyken nimmt Maß: Rehdens Abwehrchef verwandelt den Strafstoß zum 1:1.

Rehden - Von Cord Krüger - Schade, dass seit Samstag erstmal Schluss ist mit Regionalliga-Fußball. Denn das, was den BSV Rehden in den 29 Spieltagen zuvor einige Punkte gekostet hatte, schien beim 3:3 (1:1) im letzten Auftritt der Saison gegen Mitaufsteiger BV Cloppenburg wie weggeblasen: personelle Ausfälle – von Torwart Celio Rocha, Allrounder Francis Banecki, Kapitän Maarten Schops und Mittelfeldmann Marius Winkelmann – kompensiert im starken Kollektiv, Rückstände weggesteckt und konzentriert gearbeitet. Respekt!

„Nur hinten machen wir noch zu viele Fehler“, mahnte BSV-Trainer Predrag Uzelac: „Aber ich denke, wir werden weiter unsere Lehren ziehen und es in der nächsten Regionalliga-Saison besser machen.“ Sprach's – und lobte sein Team dann doch: „Diese Serie war von allen sensationell!“ So darf es weitergehen – am besten nicht erst in Rehdens zweitem Viertliga-Jahr ab August, sondern schon morgen, wenn Rehden zum Oberliga-Zweiten Lupo Martini Wolfsburg reist, um ab 19 Uhr im Duell der beiden unterlegenen Landespokal-Halbfinalisten das letzte Niedersachsen-Ticket für die erste Runde im DFB-Pokal auszufechten. „Für den Kopf war dieser erkämpfte Punkt wichtig“, urteilte BSV-Stürmer Alexander Neumann: „Wir haben immerhin ein 1:3 aufgeholt. Diese Einstellung müssen wir in Wolfsburg auch zeigen – und das werden wir.“

Doch sein Offensivkollege Paul Kosenkow warnte: „Die stehen da oben in der Oberliga. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen.“

Wenn der rechte Flügelflitzer jedoch so wirbelt wie gegen Cloppenburg, könnte der Traum vom zweiten DFB-Pokal-Spiel in der Vereinsgeschichte wahr werden. Kosenkow, in Cloppenburger Kreisen immer noch heiß gehandelter Kandidat auf eine Rückkehr ins Südoldenburgische, hatte nach drei Minuten die erste Chance, als er bis zur Torlinie sprintete, Neumann bediente, der aber BVC-Keeper Stefan Tilling zur Glanztat zwang. Kosenkow scheiterte an Tilling im Nachsetzen. Es waren „Tilles“ letzte starke Szenen, doch dessen Einladung zu Rehdens 1:0 durch einen verunglückten Abstoß nahm Neumann nicht an (18.), und nach Tim Wernkes Gäste-Führung per Rechtsschuss ins lange Eck (18.) lief er an Kosenkows Lupfer vorbei – doch Innenverteidiger Moritz Steidten klärte (21.). Wie diese Szene lief das Gros der Rehdener Angriffe über rechts, wie auch BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz auffiel: „Wir haben zu viel über unsere linke Seite bekommen – so kam auch der Elfmeter zustande.“ Herausgeholt von Kosenkow, gegen den Linksverteidiger Daniel Vaughan unglücklich einstieg. Stefan Heyken schnappte sich die Kugel, wuchtete sie vom Punkt aus oben rechts ins Netz – 1:1 (31.). Keeper Tilling war chancenlos, musste zur Pause jedoch trotzdem raus. „Das war vorher so abgesprochen“, verdeutlichte Klütz, der auch Torhüter Siegfried John zum Saison-Kehraus einen Einsatz geben wollte. „Im Nachhinein war das vielleicht nicht so gut, denn unsere Gegentore sahen nicht gut aus.“

Auf Rehdener Seite allerdings auch nicht: Bei Wernkes zweitem Treffer per Kopf behinderten sich Torwart Christian Ceglarek und Heyken gegenseitig, der Ball flog ins leere Tor (64.). Ebenfalls leicht sah das 3:1 durch Rogier Krohne (68.) aus, doch bei diesem Ausnahmestürmer und nun neuem Liga-Torschützenkönig darf das so sein: „Cloppenburg ist mit ihm brutal schnell in der Offensive“, schnalzte selbst Uzelac mit der Zunge.

Zum Sieg reichte es für die Gäste trotzdem nicht. Denn Björn Lambach nahm in Minute 72 bei einem 20-Meter-Freistoß Maß, achtete nicht auf die zu kurz postierte Mauer und zwirbelte den Ball an der Viererreihe vorbei unter Johns Fingern zum Anschluss hinein. Als in der Nachspielzeit alles schon vorbei schien, hielt Neumann drauf, John klatschte ab – und der fleißige Kosenkow knipste doch noch. „Es fühlt sich ein bisschen wie ein Sieg an“, gab er zu.

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