BSV Rehden und VfB Oldenburg trennen sich nach einem heißen Fight mit 0:0

„Es war eine Schlacht“

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Rehdens Jeff Gyasi (li.) traf nach sieben Minuten – doch das Tor zählte nicht.

Aus Oldenburg Berichtet - Arne FlüggeEs ist nicht überliefert, wie viele Unterbrechungen es gestern im hitzigen Derby der Fußball-Regionalliga zwischen dem VfB Oldenburg und dem BSV Rehden gab. Doch so viel ist klar: Es waren eine Menge. Beide Teams lieferten sich beim 0:0 in einem hochintensiven Spiel einen erbitterten Fight mit unzähligen Zweikämpfen am Boden und in der Luft, vielen versteckten, aber auch einigen offensichtlichen, teils heftigen Fouls. Das war kein Spiel für Chorknaben. „Es war eine Schlacht“, sagte Rehdens Trainer Alexander Kiene später.

Wobei beide Teams gleichermaßen alles reinwarfen, was sie hatten, die Grenze des Erlaubten aber nur selten richtig überschritten. „Die Mannschaft hat eine absolute Stärke gezeigt, sowohl mental als auch körperlich“, lobte Kiene sein Team. Das hatte sich durch die frühen Verletzungen von Stefan Heyken (12.) und Kresimir Matovina (29./siehe Extra-Text) finden müssen. Was nicht einfach war. „Wir mussten viel verändern, das war eine schwierige Konstellation“, räumte der 37-Jährige ein.

Bis dahin hatten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch geliefert. In der siebten Minute wurde ein Tor von Rehdens Jeff Gyasi wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben, im Gegenzug rettete der bärenstarke Innenverteidiger Michael Wessel für seinen bereits geschlagenen Keeper Milos Mandic auf der Linie. Und nach 15 Minuten prüfte BSV-Kapitän Kevin Artmann Oldenburgs Keeper Dominik Kisiel mit einem 18-Meter-Freistoß. „Den hat er richtig gut gehalten“, erkannte BSV-Coach Kiene an.

Viel mehr passierte in Durchgang eins nicht, weil beide Seiten richtig gute Abwehrreihen stellten, sich immer wieder in Zweikämpfe verstrickten, viel mit langen Bällen operiert wurde, das Fußballerische dabei zu kurz kam. „Wir konnten unser Spiel nicht wie gewohnt aufziehen“, sagte Kiene. Und Verteidiger Wessel ergänzte: „Wir haben zu viele lange Bälle geschlagen, anstatt unser Kurzpassspiel aufzuziehen.“

Immerhin stand die Null. Und das war Kiene angesichts der notgedrungenen Umstellungen wichtig. Auch Predrag Uzelac war mit den ersten 45 Minuten zufrieden. „Die Mannschaft hat den Kampf gegen einen Gegner mit hoher Qualität, der sehr zweikampf- und kopfballstark ist, angenommen. Das war überragend“, lobte Oldenburgs Coach sein Team – und hob dabei vor allem seine blutjunge Viererkette hervor.

Kurz nach dem Wechsel hatte Rehden die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Nach einem langen Ball in die Spitze lief Abu Bakarr Kargbo – bedrängt von VfB-Verteidiger Franko Uzelac – aufs Oldenburger Tor zu, drosch die Kugel aber drüber. „Den muss er flach spielen, dann ist der Ball auch drin“, monierte Kiene.

So erhöhte nun Oldenburg den Druck. Rehden fand nicht mehr richtig ins Spiel, leistete sich im Aufbau immer wieder leichte Ballverluste, Pässe kamen nicht an, Chancen wurden kaum oder gar nicht mehr kreiert. „Wir haben hinten kaum etwas zugelassen und vorn über die rechte Seite viel Dampf gemacht“, meinte Uzelac. Und fast hätten sich die Gastgeber in der 81. Minute auch belohnt. Doch nach einer Flanke von Antti Mäkijärvi köpfte der eingewechselte Nils Laabs den Ball freistehend vorbei. „Das war eine 100-Prozentige“, räumte BSV-Coach Kiene ein. Er sagte aber auch: „Wir sind nach fünf Spielen weiterhin ungeschlagen und haben das dritte Mal in Folge zu Null gespielt. Darauf können wir stolz sein.“

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