Rehdens Außenspieler trifft zum 1:0 in Drochtersen

Papachristodoulou macht Rehden froh

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Patrick Papachristodoulou nahm Maß: Der 20-Jährige traf zum 1:0 in Drochtersen – zu Rehdens zweitem Saisonsieg.

Drochtersen - Es war sein 20. Regionalliga-Spiel – erst sein 20. in schon fast eineinhalb Serien für den BSV Rehden. Häufige Reservistenrollen für Patrick Papachristodoulou, im Frühjahr dann ein Kreuzbandanriss mit langer Zwangspause: „Papa“ hatte es beim BSV wahrlich nicht immer leicht.

„Aber der Junge macht einfach Spaß und ist momentan richtig gut drauf“, lobte ihn sein Trainer Benedetto Muzzicato gestern, nachdem ihm „Papa“ noch mehr Spaß bereitet hatte: Denn der 20-Jährige traf während des 1:0 (0:0)-Siegs beim Tabellenzwölften SV Drochtersen/Assel zum Tor des Tages, seinem ersten in jenen 20 Einsätzen. Damit stürzte er die Schwarz-Weißen in „unglaubliche Euphorie“, berichtete Muzzicato aus der Kabine. Gleichzeitig warnte der A-Lizenz-Inhaber: „Jetzt müssen wir demütig bleiben und mit dem Blick nach vorn weiter hart arbeiten.“

Mehrere Faktoren stimmten den 39-Jährigen allerdings optimistisch, dass dieser Sprung vom vorletzten auf den 15. Platz nur eine Zwischenstation bedeutete. Erstens: die Stimmung. „Der Vibe zwischen Mannschaft und Trainerteam stimmt.“ Zweitens: „Unser Matchplan ging voll auf. Ich wusste, dass Drochtersen mit seiner Dreierkette, vielen langen Bällen und schnellen Leuten brandgefährlich über außen ist – andererseits ergaben sich dann hinten auf ihren Außenpositionen Lücken für uns.“

Drittens: „Jeder hat heute eine überragende Leistung abgerufen.“ Von Torwart Milos Mandic „mit seiner unglaublichen Präsenz“ (Muzzicato) bis zu Stürmer Addy-Waku Menga. Der kam nach seiner Vier-Spiele-Sperre und anschließender Zerrung zu seinem ersten Startelf-Einsatz „und musste gleich durchspielen – weil ich wusste, dass wir einen Mann mit seiner Qualität am Ball bis zum Ende für unsere Konter brauchen würden“, schilderte Muzzicato.

Vorne keine echten Chancen, hinten alles im Griff

In dieser 4-4-1-1-Formation mit Marko Stojanovic als freiem Mann hinter Menga, Papachristodoulou über links und Abdullah Dogan über rechts hatten die Gäste ihre Offensiv-Aktionen, „aber wir haben es versäumt, daraus echte Chancen zu kreieren“, monierte der BSV Coach.

Auf der anderen Seite ließen seine Kicker aber auch nichts zu. SV-Stürmer Alexander Neumann nahmen die Innenverteidiger Kevin Njie und Augustino Canzian da Silva „schon früh die Lust“, unterstrich Muzzicato. Eine Station davor unterbanden die Rehdener Sechser Lennart Madroch und Corvin Behrens das Handeln von Drochtersens Mittelfeld-Antreiber Oliver Ioannou.

Behrens war es auch, der in Minute 55 einen genialen Pass auf Papachristodoulou spielte. Von halblinks chippte der Interims-Kapitän die Kugel hinter Drochtersens Abwehr, „Papa“ rannte auf den Ball zu und drosch ihn platziert neben den Innenpfosten – 1:0. Dabei blieb’s, weil die Gäste hinten den Laden dicht hielten. „Wir haben nur unnötig viele Fouls in Strafraumnähe begangen und Drochtersen so zu Standards eingeladen“, haderte Rehdens Trainer. Brandgefährliche Aktionen kamen dadurch jedoch nicht zustande, so dass der BSV seinen zweiten Saisonsieg und den ersten unter Muzzicatos knapp zweiwöchiger Regie feierte. „Gegen Jeddeloh haben wir unglücklich verloren“, erinnerte der 39-Jährige an das späte 0:1, „da waren wir aber erst drei Tage zusammen. Jetzt war es eine Woche mehr – und es lief schon besser.“

ck

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