Viel Arbeit für Neu-Trainer Gerber

Mit purer Leidenschaft gegen die Verunsicherung

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Danny Arend (re.) und der BSV Rehden stehen vor einer schweren Auswärtsaufgabe in Norderstedt.

Rehden - Von Arne Flügge. Die Trainingswoche hat Franz Gerber dazu genutzt, sich einen Eindruck von den einzelnen Spielern und der Mannschaft insgesamt zu verschaffen. Für eine abschließende und detaillierte Analyse allerdings reichte die Zeit einfach nicht. „Wir mussten einiges in die Einheiten reinpacken, haben viel improvisiert. Endgültiges kann man aber noch nicht sagen“, erklärte der neue Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden.

Eines allerdings war deutlich zu spüren, wie der ehemalige Profi erkannt hat: Nachdem es in den vergangenen Wochen nicht mehr so gut gelaufen ist, „sind doch einige etwas verunsichert, wissen nicht so genau: Mensch, wo steh’ ich heute eigentlich.“

Und ausgerechnet in dieser – auch personell schwierigen – Phase (siehe Text unten) reist der BSV Rehden zu einer der stärksten Mannschaften der Liga. Das Team ist morgen (Anstoß 14.00 Uhr) beim Tabellenvierten FC Eintracht Norderstedt zu Gast. „Sicherlich nicht gerade ein Aufbaugegner“, weiß BSV-Coach Gerber: „Sie werden uns alles abverlangen. Das wird ein ganz schweres Spiel.“

In dem sich der BSV Rehden nach den Vorstellungen des 61-Jährigen ganz anders präsentieren muss als zuletzt bei der enttäuschenden 0:1-Heimpleite gegen Drochtersen. „Die Mannschaft war einfach viel zu passiv, sie hat sich nicht gewehrt. Das war wirklich ganz, ganz schlecht“, sagt Gerber, der sich die Partie noch in beratender Funktion angeschaut hat, bevor er dann zwei Tage später zum neuen Chefcoach in Rehden befördert wurde. „Ich erwarte am Sonntag ein ganz anderes Auftreten. Trotz der Probleme und trotz der vielen verletzten Leute“, so der Coach. Und selbst, wenn der ein oder andere Spieler, der nach einer Verletzung zurückkommt, aber noch nicht ganz fit sein kann, soll er alles reinwerfen. „So lange ein Spieler auf dem Feld ist, erwarte ich absoluten Willen und Bereitschaft“, gibt Franz Gerber eine klare Marschroute aus.

Tugenden die den BSV Rehden in der Rückrunde der vergangenen Saison, aber auch zu Beginn der neuen Spielzeit ausgezeichnet hatten und der Grundstein für den Erfolg gewesen waren. Doch mittlerweile scheint vieles von dem verschüttet zu sein. Zudem muss die plötzliche Kündigung von Ex-Trainer Alexander Kiene die Mannschaft mit aller Wucht getroffen haben.

Das gilt es nun weiter aufzuarbeiten. Oder besser gesagt: einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen, die Köpfe frei bekommen, alles auf Null stellen und wieder mit purer Leidenschaft die Verunsicherung vertreiben. Freilich ist das einfacher gesagt als getan. Sowohl für das Trainerteam als auch für die Mannschaft selbst. „Wir arbeiten daran“, sagt Gerber. Ebenso an der Fitness der Spieler. Der körperliche Zustand der Mannschaft wurde zuletzt gleich von mehreren Seiten als nicht ausreichend bezeichnet.

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