DFB-Pokal: Rehdens Jahrhundert-Spiel kann beginnen

Uzelac sicher: „Die Jungs werden ihr Bestes geben“

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Rehden - Von Arne Flügge. Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel, doch davon ließen sich die Regionalliga-Fußballer des BSV Rehden bei ihrem Abschlusstraining nicht stören, auch wenn ihnen der Schweiß fast literweise aus den Poren rann.

Für ihr Ziel, heute Abend in der ersten Runde des DFB-Pokals – ihrem Spiel des Jahrhunderts – gegen Triple-Sieger FC Bayern München (20.30 Uhr/ARD live) gerüstet zu sein, blendeten sie alles aus. „Und die Jungs werden ihr Bestes geben“, versprach Trainer Predrag Uzelac.

Der 47-Jährige weiß natürlich, dass seine Mannschaft in der Osnatel-Arena in Osnabrück gegen die seiner Meinung nach „derzeit beste Mannschaft der Welt“ im Normalfall keine Chance hat. „Allein schon gegen Bundesligisten haben die Bayern fast 80 Prozent Ballbesitz“, rechnet der Coach vor. Also nimmt er bewusst schon mal sämtlichen Druck von seinen Spielern, dämpft die ohnehin geringe Erwartungshaltung im Umfeld noch einmal: „Die Spieler werden das erste Mal vor Kameras stehen, ganz Deutschland guckt Rehden gegen Bayern. Das ganze Dorf lebt für dieses Spiel. Das allein ist schon so besonders, da brauchen die Jungs nicht noch zusätzlichen Druck.“

Freilich will sich der BSV Rehden den Bayern nicht hilflos ausliefern. „Wir wollen ihnen schon das Leben so schwer wie möglich machen“, sagt Rechtsverteidiger und Vizekapitän Viktor Pekrul, der nicht leugnen kann, dass auch bei ihm der Adrenalinspiegel nicht mehr auf Normalpegel steht. „So langsam geht die Aufregung schon los“, räumt der 30-Jährige ein.

Cool wie ein Eisblock gibt sich dagegen Rehdens Torwart Milos Mandic. Der 28-Jährige, der schon zwei Mal im DFB-Pokal spielte und vor sieben Jahren mal ein Testspiel gegen die Bayern bestritten hat, hat für die Partie heute Abend eine einfache Formel: „Wenn ich keinen reinlasse, sind wir eine Runde weiter, oder?“, schmunzelt Mandic.

Unterstützung bei diesem vermutlich aussichtslosen Unterfangen soll der Torwart von der Innenverteidigung erhalten. Trainer Predrag Uzelac führte während des Trainings noch ein langes Gespräch mit Michael Wessel und Stefan Heyken. Und gerade für Heyken dürfte diese Partie noch ein stückweit besonderer sein als für die Kollegen. Denn der 30-Jährige bekommt im Gegensatz zu den anderen Rehdenern seine Delikatesse dahoam. Heyken studiert in Osnabrück, wohnt nur sechs Autominuten vom Stadion entfernt und spielte viele Jahre für den VfL, darunter in der Saison 2003/2004 in der zweiten Liga. Er kehrt somit in sein Wohnzimmer zurück. „Das ist schon Wahnsinn, etwas ganz Besonderes. Noch einmal in diesem Stadion zu spielen, Freunde und Familie sind da, dann bei Flutlicht – und auch noch gegen die Bayern. Besser geht es nicht“, schwärmt der zweifache Familienvater.

Natürlich würde Heyken – wie seine Kollegen freilich auch – am Ende gern ein Bayern-Trikot ergattern. „Ich möchte mir schon eines schnappen. Die Frage ist nur, ob die Bayern eines von mir haben wollen“, schmunzelt der Abwehrspieler. Sein Favorit: Nationalspieler Toni Kroos. „Meine Schwester schwärmt für ihn“, verrät Heyken, „und sie hat bald Geburtstag. Ich würde es ihr gerne schenken.“

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