Können statt müssen

BSV Rehden möchte beim VfL Wolfsburg II frei aufspielen

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Wichtig als „Aggressive Leader“ und als Statiker im Rehdens Mittelfeld: Corvin Behrens.

Rehden/Wolfsburg - Nach dem Spiel war vor dem Spiel. Direkt nach der 2:4-Niederlage gegen den VfB Lübeck rief Benedetto Muzzicato zum Spielerkreis auf. In dessen Mitte stehend schwor der Trainer des BSV Rehden seine Fußballer auf den Schlussspurt (noch neun Partien) in der Regionalliga ein. Credo: Wenn wir weiter so mutig auftreten, sind die nächsten Erfolgserlebnisse nur eine Frage der Zeit.

Wenngleich Muzzicato die nächste Aufgabe als „Bonusspiel“ bezeichnet. Beim VfL Wolfsburg II sind die Schwarz-Weißen am Samstagmittag ab 13.00 Uhr klarer Außenseiter. „Das sind noch nicht die Gegner, mit denen wir uns derzeit messen müssen“, sagt Muzzicato – und meint damit sowohl Wolfsburg II als auch Lübeck. Wobei ihn das 2:4 vom Mittwochabend gegen das Team aus der Hansestadt schon noch ein wenig fuchste. Schade sei es gewesen, dass der Schiedsrichter vor dem 1:2 ein Foul an Rehdens Außenverteidiger Mirhad Mehanovic übersehen habe. Und auch beim vorigen 0:1 gegen Drochtersen/Assel habe seiner Mannschaft etwas das Spielglück gefehlt. Dass dort die Serie von sechs Spielen ohne Niederlage gerissen war, findet Muzzicato im Nachhinein gar nicht so schlecht: „Dadurch sind wir wieder zurück in der Realität.“

Platz für Träumereien gibt es auch nicht. Denn am Samstag wartet eine schwierige Aufgabe auf die Schwarz-Weißen. Die Wolfsburger sind als Dritter mittendrin im Meisterschaftsrennen, sind nunmehr seit neun Partien ungeschlagen. Für Muzzicato ist klar: „Wolfsburg steht unter Zugzwang.“ Für sein Team ist es hingegen ein Kann- und kein Muss-Spiel. Die Rehdener Defensive muss vor allem auf Blaz Kramer Acht geben. Der slowenische Mittelstürmer hat bereits zwölf Saisontore erzielt, legte zudem sieben Treffer auf. Auch Elvis Rexhbecaj (acht Tore/zwei Assists), Murat Saglam (6/5), Daniel Hanslik (6/3) und Julian Justvan (4/3) sind Spieler für die besonderen Momente. Die Defensive wird von Julian Klamt organisiert; wenngleich dem VfL-Kapitän nach längerer Verletzungspause noch etwas die Spielpraxis abgeht.

„Man sieht im Training, was er kann"

Genau wie Lucas Lohmann auf Rehdener Seite. Der defensive Mittelfeldspieler war sechseinhalb Monate außer Gefecht gesetzt. Gegen Drochtersen/Assel kam er auf einen Kurzeinsatz, gegen Lübeck musste er bereits 38 Minuten ran, weil Muzzicato den gelb-rot-gefährdeten Corvin Behrens hatte auswechseln müssen. Der BSV-Coach sieht Lohmann, der in der Jugend beim VfL Wolfsburg spielte, bei „60 bis 70 Prozent“. Der 22-Jährige müsse weiter behutsam aufgebaut werden. „Man sieht im Training, was er kann. Ich denke, dass wir nach einer kompletten Sommervorbereitung noch viel Freude an ihm haben.“

Gegen die Mannschaft aus der Autostadt wird wohl wieder Behrens im defensiven Mittelfeld starten. „Er ist ein ganz wichtiger Mann im Spiel gegen den Ball“, betont Muzzicato: „Mit seiner Routine sieht er viele Sachen im Voraus.“

Diese Gabe besitzt auch Lennart Madroch, der zuletzt mit Leistenproblemen pausierte. Er steigt wieder ins Training ein – genau wie Innenverteidiger Tobias Esche (Rückenprobleme). Startelf-Einsätze des Duos sind aber unwahrscheinlich. Schließlich stehen in der kommenden Woche mit den Heimpartien gegen Eintracht Braunschweig II (Mittwoch) und Eutin 08 (Samstag) keine Bonusspiele an. - wie

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