Hirooka trifft

Gerber nach 0:1 stocksauer

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Abgeblockt: Sulingens Dennis Neumann (li.) gewinnt den Zweikampf gegen BSV-Stürmer Andreas Gerdes-Wurpts.

Sulingen - Von Arne Flügge. Maarten Schops strahlte trotz des Dauerregens zufrieden. „Das macht momentan richtig Spaß mit den Jungs“, sagte der Trainer von Fußball-Landesligist TuS Sulingen nach dem 1:0 (1:0)-Testspielsieg am Mittwochabend gegen Regionalligist BSV Rehden.

Die Sulinger agierten taktisch unheimlich diszipliniert, standen kompakt und vor allem hinten sehr sicher. „Die Spieler haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es war eine sehr, sehr gute Defensivleistung. Wir haben nicht viel zugelassen“, freute sich Schops.

Das Tor des Tages fiel bereits in der dritten Minute: Rehdens Keeper Kevin Birk wollte den Ball nach vorn schlagen, kickte die Kugel aber Taiki Hirooka direkt vor die Füße. Der kleine Sulinger Wirbelwind fackelte nicht lange und jagte den Ball in den Winkel.

Sehr zum Ärger von Rehdens Trainer Fabian Gerber. Und die Laune des 36-Jährigen wurde nicht besser, denn sein Team schaffte es fortan einfach nicht, sich zwingend in Szene zu setzen. „Sulingen hat das auch richtig gut gemacht. Sie standen gut, und wir haben es überhaupt nicht geschafft, uns Chancen herauszuspielen“, monierte Gerber. Mehr als ein nicht gegebener Treffer von Gazi Siala (20.) nach einem Eckball sprang für Rehden in Durchgang eins nicht heraus.

Und so wollte der BSV-Trainer auch weniger die gute Mannschaft des Gastgebers hervorheben als vielmehr mit den eigenen Spielern hart zu Gericht sitzen. „Das war in allen Belangen viel zu wenig. Das war Standfußball“, schimpfte der Ex-Profi: „Wir hatten keine Bewegung, keine Abstimmung, das Spiel ohne Ball war schlecht, und wir haben überhaupt keinen Fußball gespielt. Das war alles viel zu behäbig.“ Gut eine Woche vor dem Punktspielstart am 13. Februar in Lübeck ein ganz mieses Zeugnis für sein Team. Gerber: „In diesem Spiel hat sich wirklich niemand für einen Platz in der Startelf aufgedrängt.“

Zwar wechselte der BSV Rehden nach der Pause fast komplett durch, doch auch die frischen Kräfte schafften es nicht, sich entscheidend durchzusetzen. Lediglich bei Standards wurden die Gäste mal gefährlich. So in der 51. Minute, doch TuS-Keeper Tim Becker fischte einen Freistoß von Yuki Nakagawa aus dem Winkel. Auf der anderen Seite setzten die weiter clever und engagiert verteidigenden Sulinger immer wieder Nadelstiche, hatten aber kein Glück: Mehmet Koc scheiterte zunächst an Birk (53.), ehe der TuS-Stürmer knapp verzog (60.).

„Wir haben die ganze Woche ein hartes Training durchgezogen, doch das lasse ich als Ausrede nicht gelten. Trotz der Belastung müssen die einfachsten Dinge klappen“, schimpfte BSV-Trainer Gerber. Kollege Schops indes war zufrieden: „Die Jungs geben richtig Gas, wollen sich immer weiter verbessern. Es war wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

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