Wnuck will bei Werder II heute mutige Jungs sehen

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Auch Danny Arend (li.) soll Rehdens Offensive heute Abend in Bremen wieder mehr Impulse geben.

Rehden - Von Arne Flügge. Es geht Schlag auf Schlag: Nur drei Tage nach dem 0:0 bei Spitzenreiter Goslarer SC hat Fußball-Regionalligist BSV Rehden den nächsten Auswärtsbrocken vor der Brust: Heute Abend (19.30 Uhr) tritt die Mannschaft von Trainer Björn Wnuck auf „Platz 11“ beim SV Werder Bremen II an.

Und Wnuck weiß: „Es ist wieder eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für uns.“Dass die Bremer zwei Tage länger Pause hatten als seine Mannschaft, „könnte vielleicht ein kleiner Vorteil für Werder sein“, meint Wnuck, „aber wir haben seit Sonntag nur regenerativ trainiert. Die Jungs sind körperlich in der Lage, nach drei Tagen wieder eine Top-Leistung abzurufen.“

Zu der es aber im Vergleich zum Goslar-Spiel einer fußballerischen Steigerung bedarf. „Wenn man beim Tabellenführer auswärts einen Punkt holt, ist das positiv, klar. Aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat mir überhaupt nicht gefallen. Das können wir besser“, meint Wnuck. Und er kann Kevin Artmann auch gut verstehen. Rehdens Kapitän hatte nach der Leistung beim 0:0 auf den Tisch gehauen („Das war schon fast eine Frechheit“) und damit versucht, seine Mitspieler wachzurütteln. „Ich fand das in Ordnung von Kevin“, sagt Wnuck, „ich bin generell dafür, Dinge gleich offen und ehrlich anzusprechen.“ Das sei besser, als nur herumzueiern, alles schönzureden, „und beim nächsten Mal werden dir dann brutal die Augen geöffnet“.

Gerade gegen eine Mannschaft wie Werder II mit ihrer spielerischen Klasse sollen die Automatismen wieder greifen. „Wir müssen wieder mehr Qualität im Passspiel haben, die Bälle fordern, mutiger sein“, sagt der Rehdener Trainer. In den Offensivaktionen fordert der 28-Jährige, wieder klarer und zwingender zu agieren, die Angriffsaktionen auszuspielen und auch zum Abschluss zu kommen. „Wir müssen die Ballverluste im Mittelfeld und damit die Konter vermeiden. Werder ist ein Team, das solche Fehler brutal bestraft“, weiß Wnuck.

Für den BSV-Coach ist der Trip heute Abend nach Bremen auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Zwei Jahre, von 2001 bis 2003, spielte er für Werder Bremen, gehörte sogar kurz dem erweiterten Profikader an. „Ich bin als A-Jugendlicher aus Wilhelmshaven gekommen, habe ein Jahr in der U 19 und ein Jahr bei den Amateuren gespielt“, berichtet Wnuck: „Es war eine tolle und lehrreiche Zeit, an die ich mich gern zurückerinnere, zumal ich damals in Bremen auch mein Abi gemacht habe.“

Zusammen mit Marcel Westermann, später auch einmal Spieler des BSV Rehden, teilte sich Wnuck eine Wohnung. „Es gibt viele gute Erinnerungen an diese Zeit. Ich habe mit Spielern wie Nelson Valdez oder Simon Rolfes zusammengekickt. Das war schon eine coole Sache.“ Allerdings, räumt der Trainer ein, „war ich als Spieler bei Werder nur eine Randfigur, das muss man ganz ehrlich so sagen. Ich habe kaum von Beginn an gespielt.“

Jetzt hat Wnuck die Trainer-Karriere eingeschlagen. Und es wäre ihm natürlich recht, wenn er seinen Ex-Club heute Abend so richtig ärgern könnte. „Das wäre schön“, gibt der Coach zu. Allerdings muss er bei dem Unterfangen auf Kapitän Kevin Artmann (Wadenprobleme), Younes Chaib (muskuläre Probleme) und Bryan Jordan (Aufbautraining) verzichten.

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