Rehden fertigt Neumünster mit 5:1 ab / Doppelpack von Kifuta / Petersen strahlt

Der Befreiungsschlag

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Das 4:1: Rehdens Kiala Kifuta (re.) setzt sich gegen Ljubisa Gavric durch und trifft ins kurze Eck.

Rehden - Von Arne Flügge. Der BSV Rehden bat zum Tanz, und der VfR Neumünster ließ sich so richtig schwindelig spielen. Mit einer 45-minütigen Galavorstellung legten die Rehdener gestern den Grundstein zu einem hochverdienten 5:1-(4:1)-Triumph. Es war der lang ersehnte erste Heimsieg der Saison und auch gleichzeitig der erhoffte Befreiungsschlag nach zuletzt drei erfolglosen Spielen in der Fußball-Regionalliga.

„Der Druck war groß“, räumte BSV-Trainer Andreas Petersen später ein, „wäre das heute in die Hose gekommen, wären wir alle sicherlich etwas nervös und hektisch geworden.“ Doch es ging gut aus, denn der BSV Rehden machte von Beginn an mächtig Dampf. Nachdem Mattia Trianni in der zweiten Minute bereits eine Großchance vergeben hatte, durften die nur rund 250 Zuschauer zwei Minuten später das erste Mal jubeln. Einen langen Pass von Jeffrey Obst köpfte Kiala Kifuta über den herauslaufenden VfR-Keeper Ole Springer in die Maschen – 1:0 (4.). Vier Minuten später scheiterte Danny Arend an Springer, kurz darauf jagte Trianni den Ball freistehend drüber (9.). „Da hätten wir schon 3:0 führen müssen“, sagte Petersen.

Als dann Trianni nach feinem Solo doch das 2:0 erzielte (16.), schien alles nach Plan zu laufen, aber eine Unachtsamkeit in der Rehdener Defensive nutzte Reio Laabus zum Anschlusstreffer (21.). Doch der BSV Rehden musste sich nicht lange schütteln, steckte den Gegentreffer als Betriebsunfall schnell weg und kam in der 34. Minute zum 3:1: Einen Eckball von Trianni verlängerte Michael Wessel mit dem Kopf, der Ball sprang VfR-Innenverteidiger Hannes Schäfke ans Schienbein – und von dort ins Tor. Damit aber noch nicht genug. In der 41. Minute ließ Kifuta die Verteidiger Bodo Bönigk und Ljubisa Gavric richtig alt aussehen und schob den Ball ins kurze Eck. Und während Kifuta seinen Doppelpack ausgiebig feierte, konnte VfR-Keeper Springer die desolate Leistung seiner Mannschaft kaum fassen: „Ich kann diese erste Halbzeit nicht erklären. So dürfen wir uns hier nicht verkaufen.“

Während Rehdens Coach Andreas Petersen natürlich strahlte („Wir haben richtig gut nach vorn gespielt, das war klasse“), war Neumünsters Trainer Uwe Erkenbrecher stocksauer: „Ich muss mich für meine Mannschaft entschuldigen, wir waren gar nicht auf dem Platz und heute kein ernst zu nehmender Gegner. Ich habe meine Mannschaft nicht verstanden.“

Die Spieler des BSV Rehden ihren Coach dagegen schon. Der hatte nach dem blamablen Auftritt in Hannover (1:3) eine heftige Ansprache an das Team gehalten. „Die Spieler haben gemerkt, dass der Trainer auch mal ungemütlich werden kann, und sie haben die richtige Reaktion gezeigt“, sagte Petersen.

Nach dem Wechsel ließen es die Rehdener etwas ruhiger angehen. „Wenn du 4:1 führst, ist es doch klar, dass du nicht mehr Glanz und Gloria spielst“, meinte Petersen. Neumünster war ohnehin nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht. Das klappte auch – bis zur 78. Minute, als der eingewechselte Omar El-Zein den eingewechselten Jeff-Denis Fehr bediente, der dann das 5:1 markierte. „Ich hoffe, dass wir jetzt in der Spur sind“, so Petersen, der noch ein Sonderlob für seinen Doppeltorschützen Kifuta parat hatte: „Er hat in der ersten Halbzeit einfach überragend gespielt und endlich auch die Ruhe gehabt, die Tore zu machen.“

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