BSV Rehden fährt morgen motiviert, aber nicht übermotiviert nach Havelse

Mit gebremstem Schaum

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Gegen Ex-Trainer Alexander Kiene ist Rehdens Viktor Pekrul (re.) morgen Abend besonders motiviert.

Rehden - Von Arne Flügge. Die plötzliche Kündigung ihres Trainers Alexander Kiene haben die Fußballer von Regionalligist BSV Rehden noch nicht vergessen. Kiene hatte vor einigen Wochen quasi über Nacht den Verein gewechselt und beim Liga-Konkurrenten TSV Havelse angeheuert.

Morgen Abend nun (19.30 Uhr) kommt es zum Wiedersehen zwischen Ex-Coach und seinem Ex-Team, wenn die Rehdener in Havelse antreten. Und BSV-Vizekapitän Viktor Pekrul sagt im Vorfeld: „Das wird kein normales Spiel. Jeder wird einen Tick mehr motiviert sein.“

Doch blinden Aktionismus oder gar Rachegelüste kann sich der BSV Rehden bei seiner momentanen Situation nicht leisten. Ein kühler Kopf ist gefragt. Das weiß auch Pekrul: „Alex war ein guter und junger Trainer. Aber ich bleibe dabei, dass die Art und Weise seines Weggangs nicht in Ordnung war. Er hat uns im Stich gelassen. Und jeder wird hochmotiviert sein. Wir müssen aber in erster Linie sehen, dass wir uns endlich mal für unseren Aufwand belohnen. Es geht jetzt um die drei Punkte.“ Und die wollen die Rehdener auch für ihren Interimstrainer Franz Gerber holen. „Der Franz macht und tut alles für uns. Es wird Zeit, dass er jetzt auch mal sein Erfolgserlebnis bekommt“, erklärt Pekrul. Zuletzt sei die Mannschaft auch nicht gerade mit Fortuna im Bunde gewesen. Es habe doch einige falsche Schiedsrichterentscheidungen zuungunsten des BSV Rehden gegeben. Pekrul: „Das Glück war zuletzt wirklich nicht auf unserer Seite. Ich hoffe, das ändert sich schnell.“

Für Gerber ist wichtig, dass sich seine Mannschaft angesichts der Vorfälle „auf den Fußball besinnt. Wir haben genügend Sorgen.“ Die Mannschaft habe auf der einen Seite ordentlich, dann aber auch wieder schlecht gespielt. „Von den Ergebnissen her haben wir aber ein starkes Defizit. Da muss es egal sein, wer beim Gegner Trainer ist. Wir müssen dort drei Punkte mitnehmen.“ Damit „wir nicht plötzlich da ganz unten reinrutschen“, ergänzt Pekrul.

Doch in Havelse zu gewinnen, wird alles andere als einfach werden. Seit Kiene dort Trainer ist, hat die Mannschaft wieder Erfolg. „Sie haben einen Lauf, was wir als Antilauf haben“, stellt BSV-Trainer Gerber fest: „Jetzt wollen wir ihren Lauf durchbrechen. Das ist wichtig.“ Für seine Spieler heißt das, von Beginn an aufmerksam zu sein. Gerber: „Jeder muss sich seiner Aufgabe bewusst sein und die auch erfüllen.“

Das sei zuletzt nicht der Fall gewesen. Zwar sei die Mannschaft körperlich in einem guten Zustand, „doch es fehlt die geistige Frische und Präsenz. Wir haben uns auch zuletzt in Hannover durch grobe Fehler um den Erfolg gebracht“, moniert der 61-Jährige. Vor allem war Gerber in der Partie beim 0:2 gegen Hannover 96 II von seinem Mittelfeld enttäuscht: „Wir haben dort nichts nach vorn getan, keine Gefahr ausgestrahlt und auch die Arbeit nach hinten vernachlässigt. Wir waren einfach zu weit weg von den Gegenspielern.“ Das, so der Rehdener Coach, „ist traurig. Denn gerade im Mittelfeld haben wir eigentlich eine hohe Qualität. Aber leider bringen auch Führungsspieler derzeit nicht ihre gewohnte Leistung.“

Das soll und muss nun morgen Abend anders werden. Welches Personal dem BSV Rehden zur Verfügung steht, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Fakt ist, dass Kevin Artmann, Andreas Gerdes-Wurpts und Kresimir Matovina weiter ausfallen. Mittelfeldspieler Jeff-Denis Fehr und Linksverteidiger Aldin Kljajic sind noch angeschlagen. „Ihr Einsatz ist momentan noch fraglich“, so Gerber.

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