BSV Rehden empfängt morgen St. Pauli II – das auswärtsstärkste Team der Liga

Nach gefühlter Ewigkeit wieder einmal ein Heimspiel

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Rehdens Marius Winkelmann (li.) schoss seine Mannschaft zuletzt bei FT Braunschweig zum 1:0-Sieg. Morgen empfängt der Fußball-Regionalligist die zweite Mannschaft des FC St. Pauli.

Rehden - Von Arne Flügge. Lang, lang ist’s her. Am 3. August bestritt Fußball-Regionalligist BSV Rehden beim 1:1 gegen den Lüneburger SK sein bisher einziges Heimspiel in dieser Saison. „Gefühlt ist das eine Ewigkeit her. Das war schon eine komische Konstellation. An den ersten fünf Spieltagen vier Auswärtsspiele – das habe ich noch nicht erlebt“, sagt Rehdens Trainer Andreas Petersen. Und die Spiele hatten es in sich. „Von daher hätte der Schuss auch nach hinten losgehen können.“

Tat er aber nicht. Ein Sieg, drei Unentschieden und eine Niederlage – das ist die bisherige Bilanz der Rehdener, mit der „wir nicht unzufrieden sind, obwohl wir gern den einen oder anderen Punkt mehr gehabt hätten“, so der BSV-Coach.

Nach den „Wochen der Abstinenz“ (Petersen) steht nun morgen (16.00 Uhr) gegen den FC St. Pauli II das zweite Heimspiel der Spielzeit auf dem Programm. „Endlich“, sagt Petersen, „die Mannschaft freut sich darauf, wieder mal vor eigenem Publikum zu spielen. Sie brennt förmlich darauf, wieder eine gute Leistung abzurufen.“

Die wird auch nötig sein, denn im FC St. Pauli II stellt sich die derzeit beste Auswärtsmannschaft der Liga in Rehden vor. Alle bisher sieben Punkte holten die Kiezkicker auf fremdem Platz. Rehden ist also gewarnt. „St. Pauli zeigt in dieser Saison zwei Gesichter“, so Petersen, „zu Hause haben sie Probleme, auswärts sind sie bärenstark.“ Der Rehdener Trainer vermutet, dass der Gegner auswärts „viel unbekümmerter und auch wesentlich selbstbewusster“ auftritt.

Stichwort Selbstbewusstsein: Das ist auch beim BSV Rehden sehr groß. Erst recht nach dem jüngsten 1:0-Sieg bei FT Braunschweig, dem ersten „Dreier“ der Saison. „Die Stimmung ist natürlich prima“, weiß Petersen, doch auf dem jüngsten Sieg ausruhen darf sich sein Team nicht: „Wir müssen wie in jedem Spiel ans Limit gehen. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Da gibt es kein Fallobst.“

Gegen Braunschweig habe seine Mannschaft zuletzt kein Spektakel abgeliefert. „Da war sehr viel Kampf und Krampf dabei. Wir haben es zu häufig mit der Brechstange versucht“, berichtet Petersen. Doch unterm Strich zählen nur die drei Punkte, denn nach zuvor vier sieglosen Begegnungen „war bei den Jungs schon ganz schön Druck auf dem Kessel“, verrät der Rehdener Trainer.

Dieser Druck sei nun abgefallen, von daher können die Rehdener morgen etwas befreiter aufspielen. „Wir wollen jetzt unbedingt auch zu Hause gewinnen. Wir wollen diese drei Punkte, und dafür werden wir alles tun“, verspricht Petersen. Der Coach hofft dabei auf seinen Sohn Nils, Stürmer von Werder Bremen, als Talisman. Da die Bundesliga an diesem Wochenende spielfrei hat, „kann er sich endlich mal ein Heimspiel des BSV Rehden anschauen, und ich hoffe, dass er uns Glück bringt“, schmunzelt Andreas Petersen.

Dass bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen BV Cloppenburg das nächste Heimspiel ansteht, verdrängt der Trainer. Das fordert er auch von seinen Spielern. „Cloppenburg darf in unseren Köpfen in keinster Weise schon eine Rolle spielen“, mahnt der 54-Jährige, „wir müssen uns jetzt zu 110 Prozent auf Pauli konzentrieren.“

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