Wiedersehen mit „Dreikäsehoch“

Rehden empfängt Drittligisten SV Meppen im Pokal: Backhaus freut sich auf Rama

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Meppens Valdet Rama (im Bild) und Rehdens Trainer Heiner Backhaus verbindet eine besondere Geschichte.

Meppen - Pokalspiel mit Extra-Touch: Wenn der Fußball-Regionalligist BSV Rehden am Donnerstag (15.00 Uhr) den Drittligisten SV Meppen zum Viertelfinale im Niedersachsenpokal empfängt, kommt es zum Wiedersehen zwischen Heiner Backhaus (37) und Valdet Rama (31). Rehdens Coach und Meppens Flügelspieler haben eine besondere Beziehung. „Wir sind dick befreundet“, sagt Backhaus. Und die Geschichte hinter dieser Freundschaft ist faszinierend.

Es war 2004. Backhaus gehörte zum Profikader von Borussia Mönchengladbach, drehte in seiner Heimat nahe Hagen eine Jogging-Runde, als er an einem Bolzplatz vorbeikam. Rama, der mit seiner Familie vor dem Balkankrieg nach Deutschland geflohen war, kickte dort mit Freunden. 

„Er hatte direkt eine große Klappe“, erinnert sich Backhaus. „Hat gesagt: ,Du bist Profi? Spiel mit mir.‘“ Der Profi nahm die Herausforderung an: „Und obwohl er ein Dreikäsehoch war, musste ich mich ganz schön strecken.“ Er war beeindruckt, brachte Rama zum Probetraining der B-Junioren von RW Essen. Backhaus war mit dem damaligen Trainer befreundet: „Und der kam direkt nach dem ersten Training zu mir gelaufen, sagte: ,Was ist das denn für ein Junge?!‘“ 

Rama hatte einen Fuß in der Tür zum professionellen Fußball. Über den VfL Wolfsburg II und den FC Ingolstadt landete er schließlich bei Bundesligist Hannover 96. Auch 15 Länderspiele für Albanien stehen heute in seiner Vita. „Valdet Rama ist heute noch der Erste, der mir an Geburtstagen gratuliert“, verrät Backhaus. Aus einer zufälligen Begegnung wurde eine Freundschaft.

Ob es zum sportlichen Aufeinandertreffen zwischen Rama und Backhaus kommt, steht jedoch noch nicht fest. Der Albaner zog sich vor dreieinhalb Wochen beim 1:2 in Rostock eine Kapselverletzung am Zeh zu. Er sei aber wieder ins Training eingestiegen, verriet Meppens Trainer Christian Neidhart am Dienstag. 

Ob Rama bereits eine Option für das Viertelfinale ist, ließ der SVM-Coach offen. Auf den Flügelpositionen im gerne praktizierten 4-2-3-1-System hat der Drittligist mit Rene Guder, Hilal El-Helwe oder Marius Kleinsorge ohnehin noch einige Optionen. Im Offensivzentrum ist Deniz Undav zu Hause. Der Mittelstürmer kommt bereits auf fünf Saisontore, lieferte zudem sieben Assists.

Beim BSV Rehden hat Addy-Waku Menga derzeit eine eingebaute Tor-Garantie. Der 36-Jährige hat sechs Spiele in Serie mindestens einen Treffer erzielt. Das weiß natürlich auch Neidhart, der die Schwarz-Weißen zuletzt beim 5:1-Heimsieg gegen den Heider SV beobachtet hatte. 

„Man merkt, dass Rehden eine homogene Mannschaft ist“, sagt der 51-Jährige: „Im Team stimmt es. Und sie haben einen klaren Plan, wie sie Fußball spielen wollen. Für uns wird das keine leichte Aufgabe werden.“ Der Pokal hat für Neidhart einen hohen Stellenwert. Die Qualifikation für die DFB-Pokalhauptrunde sei nach dem Klassenerhalt das wichtigste Saisonziel. Insofern ist die Rehden-Partie für Neidhart „ein Endspiel, in dem wir alles abrufen müssen“.

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