Rehden empfängt den LSK im Achtelfinale des NFV-Pokals / Rotiert Petersen?

Lüneburg 2.0 – aber heute wird es einen Sieger geben

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Durchgesetzt: Rehdens Defensivspieler Aaron Goldmann (li.) hängt hier den Lüneburger Kapitän Oliver Ioannou (M.) ab. In der Liga trennten sich beide Mannschaften am Sonntag mit 1:1. Heute wollen die Rehdener den LSK im Pokal besiegen.

Rehden - Von Arne Flügge. Nein, es war wirklich kein Langweiler, dieser Schlagabtausch, den sich Fußball-Regionalligist BSV Rehden und der Lüneburger SK Hansa am Sonntag im Ligaspiel beim 1:1 geliefert haben. Das Unentschieden war unterm Strich dann auch gerecht. Doch heute Abend (19.00 Uhr) muss und wird eine Entscheidung fallen. Im Achtelfinale des NFV-Pokals treten die Lüneburger erneut in den Waldsportstätten an – und für Titelverteidiger BSV Rehden kann es nur ein Ziel geben: einen Sieg.

Nicht nur, um erneut das Viertelfinale zu erreichen. Die Mannschaft von Andreas Petersen will auch Selbstvertrauen für das schwere Liga-Auswärtsspiel am Sonntag bei Werder Bremen II tanken.

Angesichts dieser schweren Aufgabe überlegt der Rehdener Coach, heute Abend frische Kräfte zu bringen. „Ich denke darüber nach zu rotieren, denn wir haben eine sehr gute Qualität in unserem gesamten Kader“, gibt der 54-Jährige Einblicke in seine Überlegungen: „Ob ich es tatsächlich mache, wird von den letzten Trainingseindrücken abhängen.“

Fest steht bereits, dass der BSV Rehden offensiver spielen wird als noch zuletzt gegen den LSK. „Wir werden mit zwei Stürmern anfangen, darum brauche ich gar kein Geheimnis zu machen.“ 4-4-2 also statt bisher 4-2-3-1. „Kevin Artmann ist mittlerweile wieder so topfit, dass er den Sechser neben Marius Winkelmann spielen kann“, weiß Petersen. Somit wird vermutlich Kiala Kifuta neben Omar El-Zein von Beginn an stürmen.

Defensiv muss der Rehdener Trainer in der Viererkette umstellen. Innenverteidiger Stefan Heyken, der am Sonntag zur Pause verletzt ausgewechselt werden musste, fällt definitiv aus. Das ergab eine Untersuchung am Montagabend. „Zum Glück ist nichts gerissen. Es ist eine Blockade im Rücken, die bis ins Bein gezogen war“, berichtet Petersen. Ob Heyken am Sonntag bei Werder II wieder auflaufen kann, ist fraglich. Für den 31-Jährigen wird Andor Bolyki wie schon in den zweiten 45 Minuten am Sonntag zusammen mit Michael Wessel die Innenverteidigung bilden. „Andor hat seine Sache richtig gut gemacht“, lobt Petersen den erst 19-Jährigen: „Er ist schnell, kopfball- und zweikampfstark. Und es überrascht mich, wie abgeklärt er schon ist.“

Und diese Tugenden muss Bolyki heute wieder in die Waagschale werfen, so, wie die gesamte Mannschaft diesmal von Beginn an hellwach sein muss. „Ich erwarte einen typischen Pokalfight“, sagt Petersen, „und dafür müssen wir diesmal von Anfang an diese Bereitschaft an den Tag legen, die wir am Sonntag erst nach der Pause gezeigt haben. Wir haben zuerst nur reagiert, haben zu kompliziert gespielt, sind nicht in die Zweikämpfe gegangen und haben die zweiten Bälle hergeschenkt. Jetzt müssen wir gleich agieren, um Lüneburg unter Druck zu setzen.“ Wobei sich natürlich auch die Frage stellt, wie der LSK den 1:1-Nackenschlag in der 92. Minute weggesteckt hat.

Doch darüber macht sich Petersen die wenigsten Gedanken. Er schaut auf sein Team und darauf, was es noch besser machen kann. So müssen beispielsweise die Möglichkeiten wesentlich effektiver genutzt werden als noch im Ligaspiel. Am Sonntag hatte der BSV Rehden in der zweiten Halbzeit gleich reihenweise Chancen versiebt. „Da müssen wir vor dem Tor abgeklärter sein“, fordert der Rehdener Trainer: „Daran kranken wir noch.“ Denn am Ende zählt die Effizienz. „Was hilft es dir, wenn du Power und Kondition hast, aber die Tore nicht machst?“, fragt Petersen.

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