Magouhi und Matovina treffen in Havelse und halten DFB-Pokaltraum am Leben

Rehden einfach grandios – 2:1

Hugo Magouhi stellte bereits früh auf 1:0 für den BSV Rehden beim Pokalspiel in Havelse. - Foto: Flügge

Aus Havelse berichtet Arne Flügge. Der Traum vom DFB-Pokal lebt weiter. Nach einer Klasse-Leistung gewann Fußball-Regionaligist BSV Rehden gestern Abend beim Ligakonkurrenten TSV Havelse mit 2:1 (2:0) und steht nun im Halbfinale des NFV-Pokals. Sollten die Rehdener das Endspiel erreichen, stünden sie in der DFB-Pokal-Hauptrunde und dürften wie 2013 von einem Los wie Bayern München träumen. Das Team von Trainer Ehlers zeigte eine seiner besten Saisonleistungen.

„Am Ende war es ein richtiger Pokalfight, den wir völlig verdient gewonnen haben. Wir haben wenig zugelassen und immer wieder die Nadelstiche gesetzt. Das Einzige, was ich kritisieren könnte, ist, dass wir den Sack nicht frühzeitig zugemacht habe“, sagte Stephan Ehlers

Er war gezwungen, das erfolgreiche Team vom 2:0 gegen Norderstedt gleich auf mehreren Positionen umzustellen. In Michael Wessel, Maciej Zieba und Alexander Lüttmers fielen gleich drei Spieler wegen Grippe kurzfristig aus. Narciso Lubaca musste zudem wegen seiner Zerrung passen, Kapitän Kevin Artmann (Schulterverletzung) fehlte ohnehin. „Diese Ausfälle vor so einem wichtigen Spiel sind schon bitter“, seufzte der BSV-Coach kurz vor dem Anpfiff.

Die Umstellungen verkraftete die Mannschaft aber gut. In der 19. Minute schlug Rechtsverteidiger Victor Pekrul einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld maßgenau in den Strafraum. Beim Versuch gegen Jeff Gyasi zu klären, zwang TSV-Verteidiger Noah Plume seinen eigenen Torhüter Morten Jensen zu einer Glanzparade, den Abpraller allerdings versenkte Rehdens Mittelstürmer Hugo Magouhi zur 1:0-Führung.

Havelse war von dem Rückstand sichtlich geschockt und musste in der 27. Minute das 0:2 schlucken. Nach einem Eckball von Pekrul schraubte sich Kresimir Matovina hoch und wuchtete den Ball per Kopf freistehend in die Maschen. Havelse konnte sich bei Jensen bedanken, dass die Partie nicht schon vor der Pause definitiv entschieden war. So rettete der Keeper jeweils mit Glanzparaden gegen Moses Lamidi (31.) und nach zwei Linksschüssen von Corvin Behrens (32./35.).

Die 2:0-Pausenführung war für den BSV Rehden aber längst kein Ruhekissen. Die Gastgeber versuchten nun alles, um das Blatt noch einmal zu wenden. Dadurch eröffneten sich Rehden Räume für Konter, die aber nicht entschlossen genug genutzt wurden, um den Decken draufzulegen: Lamidi vertändelte nach Traumpass von Serdar Bingöl (53.), nach einer Hackenablage von Magouhi zielte Behrens knapp vorbei (67.). Eine Minute später rettete Havelses Daniel Degner vor dem einschussbereiten Magouhi. Die Gäste überzeugten weiterhin durch eine starke Defensivarbeit im gesamten Verbund. Einzig ein Kopfball von Marcel Kunstmann (74.) sorgte einmal für echte Gefahr vor dem Rehdener Tor.

In der 90. Spielminute passierte es dann aber doch: Nach einem Freistoß stand Havelses Torjäger Deniz Undav goldrichtig und verkürzte auf 1:2. Was nun in der fünfminütigen Nachspielzeit folgte, waren Turbulenzen, Hektik, Rudelbildung und zwei sich immer wieder verbal angiftende Trainer – Ehlers auf der einen, Rehdens Ex-Coach Alexander Kiene auf der anderen Seite. „Wir haben zum Schluss nochmal alles reingehauen – alles, was wir an Einstellung und Mentalität hatten“, sagte Kiene, räumte aber auch ein: „Wir haben es einfach nicht mehr geschafft, das zweite Tor zu machen. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Von daher ist der Rehdener Sieg verdient.“

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