Menga trifft beim 1:0-Sieg

Rehden beherrscht den Meister Weiche Flensburg

Klingelingeling: Addy-Waku Menga erzielt gegen Flensburg den Rehdener Siegtreffer.

Rehden - Von Daniel Wiechert. Szene Nummer eins: Ballannahme seitlich des Gegenspielers, Chip über diesen, erneute Ballannahme hinter dem Gegenspieler und sofortiger Pass in die Schnittstelle der Abwehrkette. Alles in einer fließenden Bewegegung. Ein kollektives „Wow“ rauscht durch die Waldsportstätten. Szene Nummer zwei: Er kommt nahe der linken Grundlinie an den Ball, schwingt den rechten Fuß hinter das linke Standbein her und flankt gefährlich vor das Tor - der sogenannte Rabona-Trick.

In Winter-Verpflichtung Quentin Fouley (25) scheint der BSV Rehden einen Ball-Akrobaten in die Gemeinde gelotst zu haben. „Mehr Fantasie als Quentin kann ein Fußballer nicht haben“, sagte Benedetto Muzzicato. Seine Mannschaft hatte soeben 1:0 (0:0) gegen den amtierenden Regionalliga-Meister SC Weiche Flensburg gewonnen. Und zwar verdient. Wie auch Gäste-Coach Daniel Jurgeleit feststellte: „Man hat heute klar gesehen, welche Mannschaft die Punkte dringend benötigt und welche nicht.“

Ja, die Rehdener waren gieriger. Auch galliger. Aber nicht nur das. „Wir haben einen richtig guten Ball gespielt“, sagte Muzzicato treffend: „Man merkt meiner Mannschaft an, dass sie derzeit selbstbewusst ist.“ Und Freude an der Arbeit hat. „Wir haben im Moment einfach Spaß“, bestätigte Addy-Waku Menga - der das Tor des Tages erzielt hatte - und strahlte dabei von einem Ohr zum anderen: „Ich hätte zwar noch zwei Tore mehr machen können. Aber das eine hat heute ja auch gereicht.“

Tatsächlich hatten es die Schwarz-Weißen unnötig eng gemacht. Sie ließen mal wieder einige Möglichkeiten liegen; was natürlich auch Muzzicato nicht entgangen war: „Wir hätten den Meister mit 2:0 oder 3:0 nach Hause schicken können. Dann hätten wir noch mal ein ganz anderes Statement gesetzt.“

Jammern auf hohem Niveau? Nein. Der Trainer weiß einfach, dass seine Mannschaft zwar stark gespielt, aber noch nichts erreicht hat: „Es muss so weitergehen.“ Und deshalb dachte der 40-Jährige bereits an die kommende Aufgabe beim VfB Oldenburg. Und rief den Konkurrenzkampf aus, um die Spannung aufrechtzuerhalten. „Nichts ist in Stein gemeißelt“, sagte Muzzicato: „Jeder Spieler hat unter der Woche Zeit, um sich für die Startelf zu empfehlen.“

In dieser hatten gegen Flensburg zwei Neuzugänge gestanden: Künstler Fouley und Sprinter Shamsu Mansaray. Das Duo war auch gleich an der ersten Offensivszene des Spiels beteiligt. Fouley legte den Ball in die Gasse, Mansaray erlief ihn, passte von rechts in die Mitte, wo Flensburgs Jonas Walter im letzten Moment vor dem einschussbereiten Santiago Aloi (10.) klärte. Auch bei der nächsten Aktion hatte Fouley seine Füße im Spiel. Einen hohen und weiten Diagonalball leitete er volley auf Menga in den Strafraum weiter. Der Routinier (33.) schloss überlegt ab, doch der Ball trudelte vom linken Innenpfosten zurück ins Feld. Kurz vor der Pause lenkte Weiche-Keeper Florian Kirschke mit den Fingerspitzen einen Menga-Schuss über das Tor. In der 74. Minute musste Kirschke aber doch hinter sich greifen, als Menga nach doppeltem Doppelpass mit Yannis Becker rechts unten zum Siegtreffer einschob.

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