Kay-Uwe Fiedler war 2003 Rehdens Libero

Ganz spontane Gänsehaut auf der Karlsbrücke

Noch heute spielt Kay-Uwe Fiedler (43) Fußball.

Vor zehn Jahren spielte der BSV Rehden in der Niedersachsenliga – und noch mit Libero. Die Position des freien Mannes hinter der Abwehr bekleidete Kay-Uwe Fiedler, damals bereits 33 Jahre alt. Auch am 31. August 2003 durfte Fiedler ran – in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Bundesligist 1860 München.

 „Bis kurz vor dem Spiel konnte sich keiner sicher sein, ob er dabei sein würde“, erinnert sich Fiedler: „Es gab damals unter dem neuen Trainer Helmut Schmedes eine ziemliche Rotation, fast alle Positionen waren doppelt besetzt.“

Fiedlers Konkurrent hieß Torsten Preuß, der sich damit trösten musste, immerhin noch nach 69 Minuten eingewechselt zu werden. Fiedler stand indes die gesamten 90 Minuten auf dem Platz – und schwärmt noch heute: „Das war das absolute Highlight in meiner Karriere. Schließlich war die Partie ein Pflichtspiel und nicht irgendein Freundschaftstest.“

Die Anspannung habe man bereits in der Vorbereitung gemerkt“, erinnert sich Fiedler, der heute als Systemberater und Projektmanager für ein in Hamburg ansässiges amerikanisches Kommunikationsunternehmen arbeitet.

Da Fiedler viel Arbeitszeit auch in seinem Home-Office verbringen kann, ist er im Landkreis geblieben. Der 43-Jährige wohnt in Drebber und kickt noch für die Altherren des TSV Wetschen. „Erfolgreich“, wie er sagt, „und es macht noch Riesenspaß.“ In der vergangenen Saison wurde sein Team Südmeister, scheiterte im Endspiel um die Kreismeisterschaft aber am SC Twistringen.

Die Geschehnisse beim BSV Rehden verfolgt Fiedler freilich noch regelmäßig. Am Tag der Auslosung, dem 15. Juni, war der Ex-Rehdener zusammen mit Freunden in Prag. „Ich stand auf der Karlsbrücke als die SMS kam, und plötzlich durchschoss mich eine Riesengänsehaut. Da kannst du noch so abgebrüht sein, so etwas ist einfach der Brüller“, berichtet Fiedler.

In den vergangenen Wochen hat er versucht, die Mannschaft von 2003 zusammenzutrommeln. „Wenn das Pokalspiel gegen die Bayern in Rehden stattgefunden hätte, hätten wir ein richtig schönes Ding machen können“, glaubt Fiedler. So sei es aber schwierig gewesen, alle auf einem Montagabend nach Osnabrück zu lotsen. Die Erinnerungen an 2003 bleiben aber allgegenwärtig. flü

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