2003 stand der BSV Rehden erstmals im DFB-Pokal - Erstligist TSV 1860 München war zu Gast

„Es war ein supergeiles Erlebnis“

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In die Zange genommen: Die Rehdener Marc Pallentien (links) und Björn Feldhaus (re.) versuchen in dieser Szene gegen Münchens Roman Tyce zu klären.

Rehden - Von Arne Flügge. Wenn Marcus Pfannenschmidt an den 31. August 2003 zurückdenkt, bekommt er noch heute leuchtende Augen. „Es war ein supergeiles Erlebnis, einfach Wahnsinn“, schwärmt der Fußballer.

Das erste und bislang einzige DFB-Pokalspiel in der Geschichte des BSV Rehden gegen den TSV 1860 München lässt „Pfanne“ noch heute nicht los. Auch wenn der Bundesligist die Rehdener am Ende standesgemäß mit 5:1 besiegte. Damals war Pfannenschmidt gerade 19 Jahre jung, „und als mir Trainer Helmut Schmedes dann gesagt hatte, dass ich definitiv von Anfang an spiele, konnte ich es kaum fassen“, berichtet der heute 29-Jährige.

Waren 2003 auch mit dabei:

Libero Kay-Uwe Fiedler

Co-Trainer Jacek Burkhardt

Marco Hegerfeld

Als Manndecker durfte er sich mit keinem Geringeren als Münchens Stürmer Benny Lauth messen. Der war damals eine große Nummer im deutschen Fußball, aktueller Nationalspieler. „Das war schon super, gegen ihn zu spielen“, berichtet Pfannenschmidt, der heute für den Bezirksligisten TSV Wetschen aufläuft. Immerhin hatte er nur ein Tor von Lauth zugelassen. Die Aufregung vor dem großen Spiel, für das sich der BSV Rehden als Niedersachsenligist und damit am tiefsten spielender Verein in der ersten Hauptrunde noch unter Schmedes-Vorgänger Stefan Müller qualifiziert hatte, „war verdammt hoch gewesen“, erinnert sich der Abwehrspieler – gerade für ihn als Jungspund.

Zweikampf zwischen Rehdens Piotr Jacyna (links) und 1860-Profi Michael Wiesinger.

Aber auch die anderen Spieler hatten ein gewisses Maß an Nervosität. Wie Marc Schilling beispielsweise. Der heute 36-Jährige stand gegen die „Löwen“ zwischen den Pfosten. Auf ihn kam es also besonders an. Und er war natürlich unter genauer Beobachtung von Vater und Vereinsboss Friedrich Schilling. „Das war aber kein Extra-Druck, Papa hat immer gesagt, dass ich gut halten muss“, lacht Schilling. Gleichwohl war die Anspannung vor der Partie auch beim BSV-Keeper sehr groß. „Das war sicherlich eine besondere Situation. Ich war in die Vorbereitung des Spiels mit eingebunden, und dann stehst du einem Bundesligisten gegenüber.“ Doch die Nervosität habe er dann im Spiel „ziemlich schnell abgelegt“.

An die Partie selbst hat Schilling kaum noch detaillierte Erinnerungen. Auch an seine zahlreichen starken Paraden nicht. „Das habe ich gar nicht mehr so genau auf dem Schirm, aber ein bisschen ‘was ist schon auf die Kiste gekommen“, sagt Schilling, der heute als Rechtsanwalt arbeitet und hin und wieder noch mal in der zweiten Mannschaft aushilft: „Was ich noch genau weiß, ist, dass es in der Halbzeit richtig geschüttet hat und dass Sascha Franz kurz vor Schluss den Görlitz ziemlich umgemäht hat“, berichtet Schilling. Gleichwohl sei die Begegnung neben dem Aufstiegsspiel zur Niedersachsenliga „das schönste Erlebnis“ gewesen, das Schilling als Fußballer mitgemacht hat. „Und es war die Geburtsstunde der Waldsportstätten. Das war auch etwas ganz Besonderes.“

Mit Zusatztribünen hatte der BSV Rehden unter Mithilfe des gesamten Ortes ein Stadion für 5.500 Zuschauer errichtet.

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