Regionalligisten mehrheitlich für Saison-Abbruch

Michael WeinbergSportvorstand des BSV Rehden

Rehden – Es ist nur ein Meinungsbild, aber ein einstimmiges: Alle 18 Vereine der Regionalliga Nord sprachen sich für einen Abbruch der seit März wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison aus. „Ebenso einhellig erklärten alle 18 Clubs, dass es keine Absteiger geben soll“, berichtete Michael Weinberg, der als Sportvorstand des BSV Rehden die Schwarz-Weißen während der zweistündigen Telefonkonferenz am Donnerstagabend vertrat. Die endgültigen Entscheidungen darüber fallen aber erst während eines außerordentlichen Verbandstags des Norddeutschen Fußball-Verbands (NFV). Dessen Delegierte treten voraussichtlich erst Ende Juni – wahrscheinlich per Video-Konferenz – zusammen. Und am 30. Juni laufen bereits viele Spielerverträge aus. Eine Fortsetzung der Serie scheint daher nicht praktikabel. „Genau so ist es“, denkt auch Weinberg. Er hofft, „dass dieses abgefragte Stimmungsbild jetzt von den Verantwortlichen des Verbands mitgetragen wird“. Die in der Sitzung getätigten Aussagen des NFV-Regionalliga-Ausschussvorsitzenden Reenald Koch, gleichzeitig Präsident von Rehdens Klassengefährte Eintracht Norderstedt, nähren Weinbergs Optimismus. Auch Günter Distelrath, Vorsitzender des Norddeutschen Fußballverbands, habe sich neutral gezeigt: „Herr Distelrath hat es bei der Rolle des Moderators belassen.“

Uneinigkeit herrschte nur bei der Frage nach der Aufstiegsregelung und der künftigen Staffelstärke. Acht Clubs sprachen sich für eine Relegation zwischen Tabellenführer VfB Lübeck und Verfolger VfL Wolfsburg II aus, sechs dagegen und damit für Lübecks direkten Aufstieg. Verständlicherweise lehnten auch die Lübecker die Relegation ab, Wolfsburg plädierte dafür. „Wir zählen zu den vier Vereinen, die sich enthalten haben“, erläuterte Weinberg: „Als Tabellenachter wollen wir diese wichtige Entscheidung nicht beeinflussen – das muss der Verband klären.“

Eine klare Meinung vertrat der BSV-Sportchef aber zum Umfang der Regionalliga in der neuen Serie: „Wir wissen doch gar nicht, wann die Saison beginnen kann, wieviel Zeit uns also bleibt. Da wäre eine Liga mit 22 Mannschaften für uns, deren Spieler alle noch einem Beruf nachgehen, nicht machbar.“ Als „maximale Schmerzgrenze“ bezeichnete er eine 20er-Staffel (bisher sind es 18 Teams).

Dass eine Fortsetzung der Spielzeit mit Massen-Corona-Tests und Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit für Viertligisten utopisch gewesen wäre, stand laut Weinberg schon vorher fest: „Wir reden von Amateursport. Dafür hätten wir vom Bundestag die Genehmigung bekommen müssen. Und das kann noch Monate dauern.“  ck

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