Rehden empfängt mit vielen Fragezeichen HSV II

Qualität des Kaders ist gefragt

Im defensiven Mittelfeld heute Abend gegen den HSV II wieder gefordert: Rehdens Kai Bastian Evers (li). - Foto: Flügge

Rehden - Von Arne Flügge. Die Grippewelle hat den BSV Rehden weiter fest im Griff. Dazu kommt noch die schwere Verletzung von Marcel Polomka (siehe Extratext), Kapitän Kevin Artmann (Schulterverletzung) muss weiter passen. Wer also Freitagabend (19.30 Uhr) im Heimspiel der Fußball-Regionalliga gegen den Hamburger SV II auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Doch Jammern ist nicht die Sache von BSV-Trainer Stephan Ehlers: „Wir haben einen breiten und qualitativ guten Kader, mit dem wir auch mal längere Ausfälle eins-zu-eins ersetzen können.“

Das hätten die jüngsten drei Spiele innerhalb von einer Woche gezeigt, in denen Rehden vier Punkte in der Liga und den Einzug ins NFV-Pokal-Halbfinale feierte. „Und daran wollen wir anknüpfen. Das müssen wir wieder auf den Platz transportieren“, fordert Ehlers. Immerhin seien einige wieder ins Training eingesteigen.

Allerdings wird der BSV Rehden bei seinen angeschlagenen Spielern kein Risiko eingehen und Akteure bringen, die vielleicht noch nicht wieder an ihre Leistungsgrenze gehen können. Ehlers: „Gegen eine Mannschaft wie den HSV II müssen nur Leute auf dem Platz stehen, die zu 100 Prozent fit sind.“ Schließlich erwartet Rehdens Coach heute Abend zum einen ein kampfbetontes, andererseits aber auch sehr laufintensives Spiel. „Hamburg schaltet ganz schnell von der Defensive um und ist vorn gut drauf“, warnt der 46-Jährige vor der starken Offensive des Gegners, die in Adel Daouri mit bereits fünf Treffern ihren gefährlichsten Torschützen hat.

Aber auch der BSV Rehden hat einen Mann in seinen Reihen, der sich momentan in Topform präsentiert: Spielmacher Moses Lamidi kommt bislang auf vier Tore in der Liga. „Es freut mich für ihn, dass Moses so einschlägt“, sagt Ehlers, ohne dabei aber das Kollektiv zu vernachlässigen: „Moses profitiert auch von allen Spielern um ihn herum.“ Und so soll es auch heute Abend wieder sein. Rehden will vor eigenem Publikum vor allem sein Spiel durchbringen. „Wir wissen, wie der Gegner aufgestellt ist“, sagt Ehlers, „natürlich werden wir uns darauf einstellen. Aber wir werden uns nicht nur danach richten.“

Gespannt darf man sein, ob beim HSV II heute Abend Gambia-Flüchtling Bakery Jatta sein Debüt geben wird. Der hochgelobte 18-jährige Offensivmann hat am Montag von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die Spielberechtigung für die Bundesliga und auch vom Norddeutschen Fußball-Verband die Genehmigung für die Regionalliga Nord erhalten. HSV-Cheftrainer Bruno Labbadia sieht Jatta als Ausnahmetalent, das sich jetzt erstmal über die U 21 Spielpraxis holen soll. „Es ist unglaublich wichtig, dass er jetzt Spiele absolvieren kann“, sagte Labbadia der „Hamburger Morgenpost“. Und Clubchef Dietmar Beiersdorfer freute sich: „Es ist elementar für Bakerys Entwicklung, dass er Einsätze bekommt und Spielpraxis sammelt.“

Natürlich hat auch Rehdens Coach Ehlers die Jatta-Geschichte vernommen. Doch großen Einfluss auf seine Vorbereitung hat das nicht. „Wir werden sehen, ob er auf dem Platz steht oder nicht. Wir werden auf alles vorbereitet sein.“

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