Platzwunde am Kopf und vorzeitiges Aus

Marcel Stutters blutiges Debüt

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Gezeichnet: Marcel Stutter.

Rehden - Er sah fürchterlich aus: Sein blutiges Trikot trug Marcel Stutter zusammengeknüllt in der Hand, und auch das Unterzieh-Shirt der neuen Offensiv-Hoffnung vom BSV Rehden war eher rot als weiß, während der 26-Jährige nach knapp einer Stunde der Partie gegen den ETSV Weiche Flensburg frustriert in Richtung Kabine schlich. Als die Ärzte im Krankenhaus seine fünf Zentimeter lange Kopf-Platzwunde genäht hatten, stand Rehdens 1:3 (0:0)-Niederlage bereits fest. Nein, so hatte sich der Ex-Profi des niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen sein Debüt in der Regionalliga Nord wahrlich nicht vorgestellt.

Es passierte in Minute 58: Stutter, bis dahin vorn mehrfach gefährlich vor dem Strafraum, aber selten ins Innere des Sechzehners gekommen, hatte in der Defensive ausgeholfen – und war bei einem Luftkampf mit Flensburgs Stürmer Tim Wulff zusammengerasselt. Beide blieben lange liegen, beide wurden minutenlang behandelt. Während Wulff aber mit einem ziemlich gut gelungenen und eng geschnürten Verband über drei Viertel seines Kopfes weiterspielen durfte, musste Stutter gehen.

Allerdings nicht für lange Zeit, wie sein Trainer Daniel Gunkel hinterher beruhigte: „Marcel hat jetzt eine fünf Zentimeter lange Narbe und ich glaube, er wird das ganz gut überstehen. Er ist ein Bär, und von daher müssen wir uns keine Sorgen machen.“

Ursprünglich wollte auch der 1,88-Meter-Mann noch weiterspielen – und die Betreuer suchten fieberhaft nach einem neuen, blutfreien Trikot für ihn. Schließlich ging Physiotherapeut Philipp Ey aber doch auf Nummer sicher und geleitete ihn vom Feld. Das hatten die Flensburger Physios bei Wulff ebenfalls versucht, doch der „Dickschädel“ winkte ab: „Nö, ich wollte unbedingt weitermachen“, verriet er grinsend nach dem Abpfiff: „Und es hat sich gelohnt. Ich durfte unser zweites Tor vorbereiten, das sind drei goldene Punkte für uns.“

ck

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