30-Jähriger nun Trainer des BSV Rehden II

Ein Pfälzer in Rehden: Pawel Biesiada

Willkommen in Rehden! Markus Kompp (l.) lotste den neuen Trainer des BSV Rehden II, Pawel Biesiada (r.), in den Norden.

Rehden - Das ist mal eine Hausnummer! Auf der Suche nach einem neuen Trainer für sein Bezirksliga-Team hat sich der BSV Rehden nicht mit einer internen Lösung abgefunden oder in der Region „gewildert“, sondern einen Mann aus der Pfalz „einfliegen“ lassen.

Pawel Biesiada heißt der neue Mann an der Seitenlinie des BSV Rehden II, der heute ein „sehr engagiertes Team auf technisch gutem Niveau“ übernimmt, wie er seine ersten Eindrücke zusammenfasst.

Er muss es wissen, schließlich baute der in Kaiserslautern aufgewachsene 30-Jährige mit der besten B-Lizenz seines Lehrgangs bereits zwei Nachwuchsleistungszentren mit auf. Seine erste Mission in dieser Hinsicht schloss er bei der SpVgg Bayreuth ab. In der oberfränkischen Stadt hatte er Jura studiert und parallel dazu in der Nachwuchsarbeit gewirkt. „Die Zugehörigkeit zum Trainerteam und die Arbeit als DFB-Stützpunkttrainer waren gute Erfahrungen“, sagt Biesiada. Zudem zeichnete er für Bayreuths U 15 in der Bayern-Liga verantwortlich. Gleichzeitig entstand die Freundschaft zum damaligen SpVgg-Geschäftsführer Markus Kompp. Der Kontakt blieb bestehen – auch als sich Kompp 2012 gen Rehden orientierte, im BSV stellvertretender Fußball-Vorstand wurde und Biesiada in seine Heimat zurückkehrte. Der 1. FC Kaiserslautern wollte sein Nachwuchszentrum vom DFB lizensieren lassen und vertraute Biesiada dabei, die dafür nötigen Punkte zu sammeln. Als Trainer betreute er die U 15 und U 19, zudem bestand seine Aufgabe in der Talentsichtung für den Bereich Saarland/Westpfalz. „Ein Scouting in diesem Sinn gab es beim FCK bis dahin nicht“, berichtet der Neu-Rehdener, der jetzt sein erstes Jura-Staatsexamen in der Tasche hat, damit hauptberuflich gut in die Steuerberatungskanzlei von Rehdens Club-Boss Friedrich Schilling passt, Kompps Anfrage interessant fand und nun seine A-Lizenz in Angriff nimmt.

Sein neues Zuhause ist derzeit das Hotel – „vorläufig“, wie der Single aus dem Süden schmunzelnd sagt. Die neue Wohnung steht ebenso auf der kurzfristigen Agenda wie der Klassenerhalt seiner Mannschaft. Biesiada weiß, dass Trainer von zweiten Mannschaften öfter zum Improvisieren gezwungen sind, weil sie erst kurzfristig über Abstellungen aus der Ersten wissen können. „Aber die höchste Mannschaft ist immer das Aushängeschild jedes Vereins, dem müssen sich alle unterordnen. Auch die Spieler“, sagt der 30-Jährige. Wer von „oben“ kommt, soll auf der ihm angestammten Position spielen „und nicht einfach bei uns mit auflaufen“. · ck

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