Petersen plant defensiver – vielleicht mit offensiverem Artmann / Skripnik gewarnt

Gegen Top-Favorit raus aus Rehdens Depression?

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Am Mittwochabend stark in der Defensive gefordert: Rehdens Kapitän Kevin Artmann (links). Die drei Tore von Tezcan Karabulut (rechts), zwei davon per Freistoß, konnte aber auch er nicht verhindern. Morgen könnte der etatmäßige „Zehner“ vielleicht wieder seinen angestammten, offensiveren Part einnehmen.

Rehden - Von Cord Krüger. Alles auf Anfang? Nein, nicht alles, denn das Aus des BSV Rehden im Landespokal-Achtelfinale am Mittwochabend war nun nicht durchweg schlecht, fand BSV-Trainer Andreas Petersen: „Die Mannschaft hat ja fußballerisch nicht enttäuscht. Aber wenn wir eine Halbzeit nur auf eine Kiste spielen, müssen wir zur Pause 4:1 führen“, nannte Petersen das größte Manko: „Unsere Chancenverwertung war katastrophal.“ Dies muss der Regionalligist schleunigst abstellen – am besten bis morgen. Dann tritt Rehden um 14 Uhr beim amtierenden Liga-Vizemeister Werder Bremen II im Stadion „Platz 11“ an.

Petersen weiß, dass „das nicht einfach wird – denn Werder hat eine sehr gute Mannschaft – das ist der Top-Favorit der Liga.“ Also gelte es, „bis Sonntag viel zu arbeiten und zu analysieren, um zu versuchen, aus Bremen wenigstens einen Punkt mitzunehmen.“

Andernfalls steht Rehden weiter sieglos da – und nach drei Spieltagen zwar nicht schon unter Zugzwang, allerdings in einer dem Selbstvertrauen nicht gerade förderlichen Tabellenregion. „Wichtig ist, dass die Jungs jetzt nicht in Depressionen verfallen, denn so etwas kann ich nicht leiden.“

Bei Jeffrey Obst muss sich der A-Lizenz-Inhaber da keine Sorgen machen. Der 20-Jährige Neuzugang von Rehdens nächstem Gegner Werder II, der am Mittwoch sein Pflichtspiel-Debüt im BSV-Dress gab, findet die Situation „überhaupt nicht bedenklich: Wir müssen uns erst finden – das gilt für Werder genauso, wie man bei deren 3:3 bei Eintracht Braunschweig gesehen hat. Wir haben genug Qualität in der Mannschaft, und nach ein paar Spielen sieht das schon besser aus“, verspricht der Verteidiger.

Am besten schon morgen. Ob Rehdens Trainer dann aber erneut seine 4-4-2-Formation aus der Pokal-Schlappe aufbietet, scheint fraglich. Einerseits, weil gegen eine Offensive wie die der Grün-Weißen eine defensivere Taktik ratsam erschiene. Immerhin „droht“ ein Einsatz von U19-Europameister Davie Selke oder Jung-Profi Martin Kobylanski. „Und wir werden bestimmt nicht Harakiri spielen“, stellt Petersen klar. Andererseits könnte er auch deshalb zu Rehdens gewohntem 4-2-3-1 zurückkehren, um einen Strippenzieher wie seinen Kapitän Kevin Artmann wieder auf dessen etatmäßiger Position in der offensiven Mittelfeldzentrale aufzubieten. Denn am Mittwochabend in seiner defensiveren Rolle wirkte er mit seinen Gaben als „Zehner“ irgendwie unter Wert verkauft. „Doch Kevin hat die Aufgabe als Arbeiter angenommen und hätte sicher nichts dagegen gehabt, wenn das am Ende von Erfolg gekrönt worden wäre“, sagt Petersen. „Wir hatten aber im defensiven Mittelfeld einen Engpass.“

Diese Situation könnte sich bis morgen entspannen, denn Taiki Hirooka hat seine Adduktoren-Probleme überwunden und stünde wieder bereit. Für Stefan Heyken gilt das nicht, denn der Abwehrchef klagt weiter über Kniebeschwerden. Ansonsten hat Petersen bis auf die Langzeitverletzten Danny Arend und Dominic Krogemann alle Mann an Bord. Und das ist gut so, denn für die Mission an der Weser wird jeder gebraucht: „Ich habe mir Werder in Braunschweig angesehen. Für mich als Zuschauer ein unterhaltsames Spiel – mit richtig starken Bremern. Aber sie haben es verpasst, den Deckel draufzumachen – so wie wir am Mittwoch.“ Weitere Parallele: Auch sein Trainerkollege Viktor Skripnik bringt viel Respekt mit auf Platz 11: „Ich habe Rehden im Spiel in Wolfsburg beobachtet. Das ist eine sehr gute Mannschaft. Wir möchten am Sonntag den ersten Dreier holen, aber das wird alles andere als einfach.“

So hofft Petersen, dass Werders von Obst beschriebene Findungsphase noch ein wenig andauert – und freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Sohn Nils. Der Stürmer aus Werders Bundesliga-Kader hat sich als Zuschauer angesagt. „Natürlich ist er dabei“, verrät der Vater.

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