Run auf DFB-Pokal-Karten

Osnabrücks Rundumpaket überzeugt Rehdener Mieter

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Hier geht es rund: Warum sich der BSV Rehden zum Pokal-Hit gegen Bayern die Osnatel-Arena aussuchte, erklärt Friedrich Schilling.

Rehden - Von Cord Krüger. Der Ansturm der vergangenen Tage dürfte sich ab heute zum Orkan ausweiten. Mehr als 2 500 vorbestellte Karten für den DFB-Pokal-Kracher gegen den großen FC Bayern München registrierten die ehrenamtlichen Helfer des BSV Rehden innerhalb der vergangenen Woche.

Wenn aber heute das BSV-Vereinsheim in den Waldsportstätten für fünf Tage zum Ticket-Center für das Duell am 5. August in der Osnabrücker Osnatel-Arena wird, dürften an der Dickeler Straße die Internet-Leitungen und Telefondrähte glühen.

„Wir wollen weiterhin vor allem unseren Fans und den Menschen aus dieser Region ermöglichen, die Partie hautnah im Stadion zu verfolgen“, stellt BSV-Macher Friedrich Schilling klar. Deshalb hat er sich dafür eingesetzt, dass diese Woche der Vorverkauf in Rehdener Hand bleibt und die verbleibenden Tickets erst danach in den freien Verkauf gehen. Dass in der Bayern-Geschäftsstelle schon 11 000 Anfragen vorliegen, berührt ihn nur am Rande: „Wir müssen nur ein Karten-Kontingent von zehn Prozent der Gesamtkapazität nach München schicken, alles Weitere geschähe auf freiwilliger Basis. Aber wir wollen nichts an Gott und die Welt verteilen, sondern zuerst unsere Leute zufrieden stellen.“ Also muss sich Bayern wohl mit 1 600 Tickets fürs 16 000 Zuschauer fassende Stadion an der Bremer Brücke begnügen.

Klar, dass sich da die Frage aufdrängt, warum die Schwarz-Weißen nicht ins knapp dreimal größere Weserstadion ausweichen. Der geringe Entfernungsunterschied – nach Bremen sind es von Rehden rund 70 Kilometer, nach Osnabrück 65 – dürfte jedenfalls kaum eine Rolle gespielt haben. „Nein, daran lag es nicht“, stellte Schilling nach den langen Verhandlungen der vergangenen zwei Wochen klar: „Wir haben in Osnabrück ein Rundumpaket geboten bekommen, das bereits die Kosten für Ordner, Sicherheitspersonal und Reinigung beinhaltet. Davon abgesehen, nimmt uns der VfL das Procedere der Presse-Akkreditierungen ab und sorgt für den Druck der Tickets.“

Auch die Gespräche mit den Bremern „waren gut – und die Stadionmiete gar nicht mal so hoch“. Doch an zusätzlichen Kosten wie für Park & Ride-Ausgaben mit den erforderlichen Bussen sowie der Entschädigung für die im Kartenpreis inbegriffene Gratis-Nutzung von Bus und Bahn konnten die Gesprächspartner selbst nicht rütteln.

Hinzu kam, dass dem BSV nicht alle 42 000 Plätze zur Verfügung gestanden hätten – beispielsweise nicht die in den Logen. Und Bayern-Fans in der Ostkurve – das wollte die Bremer Weserstadion-GmbH nicht zulassen. „Doch wir haben keine 7 700 BSV-Rehden-Fans, um die Kurve zu füllen“, weiß der BSV-Boss.

Bei allem Abwägen der Fürs und Widers spielte zudem noch die Tatsache eine Rolle, dass dieses Spiel live in der ARD zu sehen ist: „Da überlegt sich der eine oder andere bei einem mittleren Bundesliga-Preis schon, ob er an einem Wochen-, einem Arbeitstag, ins Stadion fährt oder lieber zu Hause guckt“, verdeutlicht der Vorsitzende: „Auch deshalb erschien uns das Risiko zu groß. Jetzt können wir mit einem ausverkauften Stadion rechnen und solide kalkulieren.“

Übrigens wäre das Weserstadion auch nicht auf ungeteilte Gegenliebe der von Rehden angesprochenen Bayern-Fanclubs gestoßen: „Wir haben zu hören bekommen, dass es ohne die Ostkurve ja fast nur Sitzplätze gegeben hätte – die wären vielen zu teuer gewesen“, berichtete Schilling. In der Osnatel-Arena gibt's hingegen proportional mehr nutzbare Stehplätze als im Weserstadion. Na dann ist ja allen gedient.

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