BSV Rehden im NFV-Pokal-Viertelfinale zum TSV Havelse

Noch zwei schwere Schritte bis zum ganz großen Traum

Rehdens Serdar Bingöl (re.) überzeugte zuletzt als Linksverteidiger, muss diese Leistung aber heute Abend bestätigen. - Foto: Flügge

Rehden - Von Arne Flügge. Es war ein Befreiungsschlag, der Fußball-Regionalligist BSV Rehden richtig gut tat. Der 2:0-Heimerfolg über Norderstedt, der erste Sieg der neuen Saison nach zuvor nur einem Punkt aus vier Spielen, hat die Stimmung in der Mannschaft deutlich aufgehellt. „Das hat man gemerkt“, sagt Trainer Stephan Ehlers, „die Jungs konnten endlich mal tief durchatmen.“ Doch Zeit, sich nun in der Hängematte der Glückseligkeit auf diesem Triumph auszuruhen, bleibt nicht.

Schon Mittwochabend steht für die Mannschaft von Trainer Ehlers erneut eine ganz wichtige Partie auf dem Programm: Ab 19.30 Uhr geht es beim Ligakonkurrenten TSV Havelse um den Einzug ins Halbfinale des NFV-Pokals.

Dort haben die Rehdener in diesem Jahr bisher sehr überzeugende Leistungen abgerufen, im VfB Oldenburg (1:0) und dem SV Meppen (3:1) zwei Schwergewichte aus dem Weg geräumt. „Und das auch verdient“, wie Ehlers sagt. Havelse holte in der ersten Runde bei Oberligist MTV Gifhorn ein 1:3 auf und gewann noch mit 4:3, in Runde zwei gewann die Mannschaft von Rehdens Ex-Trainer Alexander Kiene beim Landesligist TuS Sulingen ebenfalls knapp mit 4:3.

Doch heute werden die Karten neu gemischt. Und beide Mannschaften brennen darauf, sich durchzusetzen. Schließlich winkt den Finaliste eine Teilnahme an der ersten DFB-Pokalrunde – und damit auch eine Menge Geld.

Zwei Siege im NFV-Pokal fehlen den Rehdenern somit noch. Und dementsprechend geht die Mannschaft heute Abend auch hochkonzentriert zu Werke. Ehlers: „Wir wollen diese Chance unbedingt nutzen. Wenn man schon so weit gekommen ist, will man natürlich auch die letzten Schritte gehen.“ Schließlich sind die Erinnerungen an DFB-Pokalteilnahmen 2013 (0:5 gegen Bayern München) und 2014 (3:4 n.E. gegen LR Aalen) noch frisch. „Der Pokal hat in Rehden einen sehr, sehr hohen Stellenwert und ja auch eine gewisse Historie. Natürlich werden wir alles daransetzen, um so weit wie möglich zu kommen“, sagt Ehlers.

Erst einmal aber muss die Aufgabe heute in Havelse erledigt werden. Und das, weiß der BSV-Coach, wird schwer genug. „Havelse hat eine Mannschaft, die von der Offensive lebt“, sagt der 46-Jährige. Dabei sei besonders Torjäger Deniz Undav zu nennen, der „extrem gefährlich ist“. Und im offensiven Mittelfeld lauert stets Deniz Cicek, „der nur auf die zweiten Bälle wartet. Sie gilt es, in den Griff zu kriegen“, fordert Ehlers.

Auf der anderen Seite hat Rehdens Trainer beim Gegner auch einige Schwachpunkte ausgemacht, die er zusammen mit der Mannschaft analysiert und ausgewertet hat. Welche das sind, darüber hüllt sich der A-Lizenzinhaber freilich in Schweigen. Ehlers: „Wichtig ist erstmal, ihre Stärken zu unterbinden und unser eigenes Spiel durchzubringen, anstatt nur hinterherzulaufen.“

Dass die Rehdener heute Abend auch gegen ihren Ex-Coach Kiene antreten, ist „bislang in der Mannschaft überhaupt kein Thema gewesen. Und es wird auch keines werden“, ist sich Ehlers sicher. Die Geschichte sei abgehakt – und das findet der BSV-Coach auch gut so: „Es geht schließlich nicht um eine Person, es geht um die Aufgabe, die wir als Mannschaft haben. Und die heißt, eine Runde weiterzukommen.“

Fehlen wird dem BSV Rehden weiterhin Kapitän Kevin Artmann (Schulterverletzung). Ob Narciso Lubaca (Zerrung) im offensiven Mittelfeld auflaufen kann, müsse noch abgewartet werden. „Ansonsten hoffe ich, dass wir in Bestbesetzung in Havelse antreten können“, so Ehlers, der keine großen Änderungen plant.

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