Profis machen Unterschied

Rehden wehrt sich vergebens: 0:2 bei St. Pauli II

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Unsanfte Landung: Rehdens Stürmer Shamsu Mansaray bleibt hier an St. Paulis Torwart Julian Barkmann hängen. Mert Kuyucu (rechts) klärt die Szene abschließend.

Hamburg – Heiner Backhaus hatte die erst fünfte Niederlage der beendeten Hinrunde schnell verarbeitet. „Ich kann der Mannschaft heute überhaupt keinen Vorwurf machen“, verdeutlichte der Trainer des BSV Rehden nach der 0:2 (0:1)-Niederlage beim FC St. Pauli II: „Alle haben gefightet und bis zuletzt alles versucht, aber nach diesem dritten Spiel für uns innerhalb einer Woche hat man gesehen, dass einfach nicht mehr genug Benzin im Tank war. Wir sind schon auf der letzten Felge hier angekommen, und St. Pauli mit seinen sechs Lizenzspielern im Team hatte eben zwei Mann aus dem Profikader, die den Unterschied ausgemacht haben.“

Einer davon, Rico Benatelli mit Namen und der Erfahrung von 126 Zweitliga-Spielen, holte Sekunden vor der Pause einen aus Backhaus’ Sicht nicht mal zweifelhaften Elfmeter heraus. „Jeder im Stadion hat gesehen, dass es da gar keinen Kontakt gab“, urteilte der BSV-Coach über die nur 104 Zuschauer. Schiedsrichter Christian Meermann meinte jedoch sehr wohl, ein Foul von Tobias Esche am Mittelfeldmann gesehen zu haben. Boris Tashchy, der zweite Unterschiedspieler des Tages aus dem Zweitliga-Kader, war es egal – er verwandelte den Strafstoß sicher. 

Selbst Rehdens Schlussmann Nick Borgman, am Donnerstag noch doppelter Elfer-Killer beim 4:3-Niedersachsenpokal-Triumph gegen den SV Meppen, hatte keine Chance. „Die Szene hat die Partie entschieden“, fand Backhaus, der seine Elf während der ersten 20 Minuten im Edmund-Plambeck-Stadion als „spielbestimmend“ gesehen hatte. Tomislav Ivicic vergab nach zehn Minuten das 1:0, als er selbst abschloss, anstatt den besser postierten Addy-Waku Menga zu bedienen. „Ab der 25. Minute haben die Jungs aber nicht mehr das gemacht, was sie machen sollten“, monierte Backhaus: „Sie haben nicht mehr gegen den Ball gearbeitet. Dazu fehlte dann auch nach dieser Woche einfach die Kraft.“

Trotzdem erhöhte der Übungsleiter nach der Pause den Druck, stellte auf ein 4-4-2 um und wechselte in Person von Shamsu Mansaray einen frischen Stürmer ein. Der hatte keine Minute nach Wiederanpfiff die Möglichkeit zum Ausgleich, doch St. Paulis Torwart Julian Barkmann rettete. Stattdessen stand es neun Minuten später 2:0, als die Platzherren einen Konter sauber ausspielten und Christian Stark ins lange Eck abschloss (55.). Dabei blieb es bis zum Ende, weil Rehdens Kapitän Menga in der Schlussphase knapp sein achtes Saisontor verpasste: Der Stürmer bugsierte eine Flanke von Kamer Krasniqi aus zwei Metern per Kopf über den Querbalken (81.).

„Trotz der Niederlage habe ich aber überhaupt keinen Grund, irgendetwas schlechtzureden“, stellte Backhaus heraus: „Wir haben eine überragende Hinrunde mit dem fünften Platz abgeschlossen. Heute hat uns nach dem Pensum der letzten Tage die Leichtigkeit gefehlt, aber alle haben 100 Prozent gegeben.“ Aus diesem Kollektiv hob er Linksverteidiger Rhami Ghandour und Innenverteidiger Jakob Lewald hervor: „Sie haben sich zu keiner Zeit ergeben und wollten die Punkte einfach nicht herschenken.“

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