Stürmer verlässt BSV Rehden und geht nach Drochtersen / „Mehr Einsatzzeiten gewünscht“

Neumann will nicht nur Edeljoker sein

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Rehdens Stürmer Alexander Neumann war mit seiner Reservistenrolle nicht zufrieden und geht.

Rehden - Von Arne Flügge. Alexander Neumann hat sich entschieden: Der Stürmer wird Fußball-Regionalligist BSV Rehden am Saisonende nach zwei Jahren verlassen und sich dem Oberligisten SV Drochtersen/Assel anschließen.

Dort hat er bereits einen Einjahresvertrag unterschrieben. Das bestätigte der 24-Jährige gestern gegenüber dieser Zeitung. „Es hat verschiedene Gründe, warum ich gehe“, meinte Neumann. Zum einen sei die Saison für ihn nicht gut gelaufen. „Ich hätte mir mehr Einsatzzeiten gewünscht.“ 20-Mal – zumeist eingewechselt – stand der Angreifer in dieser Spielzeit für Rehden auf dem Feld, erzielte dabei drei Tore. „Im ersten Jahr habe ich 14 Tore geschossen, da erwartet man im zweiten natürlich mehr, doch ich habe ja kaum gespielt“, meint Neumann.

Zudem ist noch nicht sicher, wer in der kommenden Saison Trainer wird oder ob Björn Wnuck Coach bleibt. „Ich bin mit Björn gut ausgekommen, doch er hat eben eine andere Philosophie als Predrag Uzelac und andere Spieler auf der Position gesehen“, sagt Neumann. Und somit sei der Aufwand des in Achim wohnenden Spielers „einfach zu groß, sechs Mal in der Woche nach Rehden zum Training zu fahren“.

Schließlich will Neumann im Sommer in Bremen ein Management-Studium aufnehmen. „Daher habe ich mich entschlossen, einen Schritt zurückzudrehen und in die Oberliga zu gehen“, erklärt der gelernte Bürokaufmann: „In Drochtersen wird nur drei Mal die Woche trainiert.“

Dass sich Neumann für den Club an der Elbe entschieden hat, liegt auch an Drochtersens neuem Trainer Enrico Maaßens. „Wir kennen uns von früher, haben uns lange unterhalten. Das Gesamtkonzept passt“, erklärt Neumann. Zumal Maaßen eine Fußball-Philosophie hat, „die mir entgegenkommt. Er lässt Fußball spielen, dort gibt es kein Hauruck.“ Außerdem kenne er dort einige Spieler. Mit Außenverteidiger Henry Sung beispielsweise kickte Neumann in der Niedersachsenauswahl.

Neumann, der in Achim wohnen bleibt, ist sicher, mit Drochtersen einiges erreichen zu können. Zuletzt war der 24-Jährige auch mit Oberligist TB Uphusen in Verbindung gebracht worden. Am Ende aber „war es eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Ich habe gleich gemerkt, dass in Drochtersen die Wertschätzung da ist, die mir wichtig ist“, meinte Neumann.

Rehdens Trainer Björn Wnuck kann Neumanns Entscheidung „ein Stück weit verstehen. Für beide Seiten war es schließlich keine zufriedenstellende Situation“, erklärte der 29-jährige Coach gestern. Von daher sei es „nachvollziehbar und auch absolut legitim, sich nach etwas anderem umzuschauen“.

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