BSV Rehden gegen VfB Oldenburg vor 1800 Zuschauern die bessere Mannschaft / Trainer Wnuck: „Es war mehr drin“

Neumann verpasst den Lucky Punch – 0:0

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Rehdens Taiki Hirooka (am Ball) rückte für den gesperrten Kapitän Kevin Artmann ins zentrale Mittelfeld und machte dort gestern gegen Oldenburg ein gutes Spiel. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Die breiten Schultern von Mansur Faqiryar wurden nach dem Abpfiff erstmal so richtig weichgeklopft. Jeder im Team des VfB Oldenburg wollte seinem Kapitän und Keeper zur Glanzparade in der 87. Minute gratulieren, mit der er das 0:0 im Topspiel der Fußball-Regionalliga beim BSV Rehden festgehalten hatte.

Rehdens Stürmer Alexander Neumann, gerade zehn Minuten zuvor eingewechselt, hatte eigentlich alles richtig gemacht: zwei Oldenburger aussteigen lassen, in die Mitte gezogen, dann ein präziser Rechtsschuss. Und als die meisten der rund 1800 Zuschauer in den Waldsportstätten den Torschrei bereits auf den Lippen gehabt hatten, kam Faqiryar plötzlich angeflogen, machte sich ganz lang und wickelte den Ball gerade noch um den Pfosten. „Da hat er uns den Punkt gerettet“, sagte Oldenburgs Trainer Alexander Nouri später: „Wir sind auf eine psychisch, läuferisch und spielerisch ganz starke Mannschaft getroffen, die uns alles abverlangt hat.“

Mehr noch: Rehden hatte den Spitzenreiter am Rande einer Niederlage, war über weite Strecken die bessere Mannschaft, belohnte sich aber wieder einmal nicht für den großen Aufwand. Besonders in der ersten Halbzeit machten die Gastgeber enorm viel Druck. „Die Jungs waren mit Herz, Wille und Leidenschaft dabei. Doch wir haben – gerade aus den vielen Standardsituationen, die wir uns erarbeitet hatten – zu wenig Kapital geschlagen“, sagte Rehdens Trainer Björn Wnuck. Und ergänzte: „Schade, heute war mehr drin. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen.“

Der bärenstarke Danny Arend (19./24.), Marius Winkelmann (25.) und Francis Banecki nach einem Eckball (34.) hatten die besten Rehdener Möglichkeiten. Demgegenüber stand eine dicke Chance der Oldenburger durch Nils Laabs (44.), die Rehdens Keeper Milos Mandic aber mit einer Glanzparade vereitelte. „Da können wir uns bei Milos bedanken, dass es mit 0:0 in die Pause geht“, räumte Wnuck ein.

Nach dem Wechsel machten dann zunächst die Oldenburger viel Druck, doch Rehdens Defensive ließ kaum etwas zu. Auf der anderen Seite spielten die Gastgeber immer wieder gefällig nach vorn, ließen aber dabei die letzte Konsequenz vermissen. „Wir stehen hinten gut, machen vorn aber zu wenig“, monierte BSV-Abwehrchef Stefan Heyken: „Wir schießen zu wenig Tore. Da muss mehr passieren.“

Allerdings wollte Heyken seinem Kollegen Alexander Neumann in Bezug auf dessen Großchance in der 87. Minute keinen Vorwurf machen. „Es wäre schön gewesen, wenn Alex den reinmacht, aber den Ball hält der Torwart natürlich auch überragend.“ Und Coach Wnuck fügte hinzu: „Auch wenn heute ein Sieg möglich gewesen wäre. Wir sollten nicht vergessen, dass wir gegen eine klasse Truppe, gegen den Spitzenreiter gespielt haben.“

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