Wessel erzwingt Rehdens 1:1 bei SV Wilhelmshaven / Zwei Startelf-Debütanten

Neu-Trainer Wnuck entführt Punkt aus der alten Heimat

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„Er hat Potenzial“, sagt Rehdens Trainer Björn Wnuck (l.) über Jeff-Dennis Fehr (r.), der hier gegen Christopher Braun ackert.

Rehden -von Cord Krüger. Strahlend erschien er zu seiner ersten Pressekonferenz: Björn Wnucks Marsch durch den VIP-Raum des Jade-Stadions ging nicht ohne reichlich Händeschütteln mit alten Bekannten über die Bühne.

Hier in Wilhelmshaven wuchs der Interims trainer des BSV Rehden auf, hier spielte er bis 2005 für den SV Wilhelmshaven – jenen Traditionsclub, dem er gestern Abend mit seinem Fußball-Regionalligisten ein 1:1 (0:0) abgetrotzt hatte. „Es hat Spaß gemacht“, bilanzierte der 28-Jährige. „Unterm Strich geht das Unentschieden in Ordnung, auch wenn für beide Seiten mehr drin war. Aber ich bin zufrieden.“

Einiges von dem, was er nach seiner Beförderung zum Chefcoach für den am Sonntag zurückgetretenen Predrag Uzelac mit dem Team erarbeitet hatte, erkannte er gestern im Duell vor nur 348 Zuschauern wieder. „Ich wollte den Jungs zusätzliche Schablonen zum Lösen bestimmter Situationen mitgeben – etwa das Kurzpassspiel.“

Und er hatte die bisherige Startelf mächtig umgestellt – allerdings nicht ohne Not. Denn Christian Hegerfeld und Danny Arend hatte die Grippe erwischt. Für „Heger“ lief Dominic Krogemann als Linksverteidiger auf – erstmals von Beginn an, „und ,Kroge‘ hat das riesig gemacht“, lobte Wnuck den etatmäßigen Innenverteidiger. Für Arend rückte Florian Stütz ins Team und bildete mit Marius Winkelmann die Doppel-Sechs. Zudem agierte Jeff-Dennis Fehr als nächster Startelf-Debütant links offensiv. „Er hat Potenzial“, unterstrich Wnuck. Doch gegen die „Kanten“ in der SVW-Abwehr musste der Techniker viel einstecken.

Aber auch Rehdens Defensive stand sicher. Nur David Loheider bekam in Durchgang eins die Gelegenheit zum 1:0, aber nach einer Ecke von Yuta Kawachi schoss er aus zwei Metern vorbei (14.). Dieses Kunststück hatte zwei Minuten vorher Alexander Neumann vollbracht. Neumann klebte gestern auch sonst das Pech am Stiefel – vor allem Sekunden vor der Pause, als ihn Kiala Kifuta bediente und der Stürmer Keeper Aaaron Siegel zur Glanzparade zwang. „Das wäre der psychologisch günstigste Moment gewesen“, bedauerte Wnuck.

Stattdessen mussten die Gäste kurz nach Wiederanpfiff die kalte Dusche verkraften, als Gazi Siala einen Loheider-Pass zum 1:0 verwertete (49.). „So hatten wir uns das vorgenommen“, freute sich Wilhelmshavens Trainer Farat Oku über „das schön herausgespielte Tor durch die Schnittstelle“.

Was folgte, machte Wnuck stolz: „Wie wir da reagiert haben, hat mir imponiert“, sagte er über den Offensivdrang. Marius Winkelmann schoss nach einer Ecke von Kevin Artmann knapp vorbei (56.), aber gleich mit Artmanns nächstem Standard fiel der Ausgleich: Den Freistoß des BSV-Kapitäns konnte Siegl nur abklatschen, Michael Wessel hielt aus der zweiten Reihe drauf – 1:1! . „Alex wird schon bald wieder treffen – und bis dahin muss das irgendjemand anderes tun“, kommentierte der aufmerksame Innenverteidiger trocken sein Tor. Allerdings trauerte er zwei weiteren Punkten hinterher: „Ich denke, wir hätten schon einen Sieg verdient gehabt.“ Doch Neumann, vorn ohne Fortune, hinten aber mehrfacher Ball-Eroberer, drosch nach einer Artmann-Vorlage weit vorbei (65.) und zögerte in Minute 77 zu lange, so dass er vor seinem Abschluss von Matthias Tietz geblockt wurde.

Zudem vergab Marius Winkelmann die dickste Möglichkeit zum 2:1, als er eine Artmann-Ecke an den Pfosten köpfte (86.). „Bei Standards brennt bei uns immer die Heide“, sagte Wnuck anerkennend. Nur im Flügelspiel erkannte er Defizite, die er nun abstellen will. Anscheinend lässt BSV-Vorsitzender Friedrich Schilling ihm dazu die Zeit, denn hinsichtlich einer Trainer-Neuverpflichtung „gibt es noch nichts Aktuelles“, stellte der Clubchef klar. 20 Bewerbungen von Übungsleitern liegen ihm vor. Doch Grund zur Eile sah er nach der gestrigen Kollektivleistung nicht.

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