Stürmer laboriert an Zerrung

Spiel gegen VfB Lübeck – Rehden bangt um Okoronkwo

Shinji Yamada (am Ball) dürfte am Samstag wieder auf die rechte Abwehrseite rücken, wenn er mit dem BSV Rehden beim formstarken Regionalliga-Zweiten VfB Lübeck antritt. - Foto: Krüger
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Shinji Yamada (am Ball) dürfte am Samstag wieder auf die rechte Abwehrseite rücken, wenn er mit dem BSV Rehden beim formstarken Regionalliga-Zweiten VfB Lübeck antritt.

Rehden - Das Duell gegen Drittliga-Spitzenreiter VfL Osnabrück hat Spuren beim BSV Rehden hinterlassen. Zu viele, wie Benedetto Muzzicato findet. Das Aus im Viertelfinale des Fußball-Niedersachsenpokals nach der 0:5 (0:2)-Niederlage stört Rehdens Trainer dabei weniger als andere schmerzhafte Andenken vom Mittwochnachmittag – allen voran die noch während der Partie genähte Wunde in Santiago Alois Unterschenkel, die den Einsatz des technisch beschlagenen Mittelfeldmanns für das schwere Regionalliga-Auswärtsspiel am Samstag ab 14 Uhr beim Tabellenzweiten VfB Lübeck ausschließt. Auch Stürmer Solomon Okoronkwo kam nicht unbeschadet davon.

„Solo hat sich leicht den hinteren Oberschenkel gezerrt“, berichtet Muzzicato. Immerhin stand seit gestern fest, dass es sich nicht um einen Muskelfaserriss handelt, aber ob es für einen Einsatz des Ex-Profis reicht, klärt sich erst heute.

Immerhin war das nicht der Grund, warum der A-Lizenz-Inhaber am Mittwoch den Nigerianer 20 Minuten vor Schluss auswechselte. „Er wirkte auf mich ein bisschen müde“, schildert der 40-Jährige. Allerdings räumt auch er ein, dass sich solch ein Eindruck bei einem direkten Vergleich gegen die topfitten Profis aufdrängen kann: „Alles war für uns an diesem Tag zu schnell.“ Gepaart mit den diesmal doch imposanten Einflüssen von außen hatte es die neu formierte Mannschaft mit reichlich jungen Akteuren schwer: „Für viele war es das erste Spiel vor solch einer Kulisse mit 1 500 Zuschauern und damit entsprechend schwer.“

Am Samstag könnte den BSV eine ähnliche Kulisse erwarten, denn im Lübecker Stadion an der Lohmühle freuten sich die Kassierer in dieser Serie schon dreimal über mehr als 2 000 Besucher. In den bisher bereits sieben Heimspielen von elf Partien bekamen die Fans sechs Siege und ein Remis zu sehen. „Für Gegner wie diese spielt man Fußball“, schwärmt Muzzicato vom Stadion, dem gesamten Umfeld des früheren Zweitligisten und von der aktuellen Mannschaft: „Lübeck ist für mich faktisch der Tabellenführer“, erinnert der BSV-Trainer daran, dass das Team seines Kollegen Rolf Landerl noch ein Nachholspiel ausstehen hat. 

Rehdens Defensive um Innenverteidiger Michael Hohnstedt an dessen alter Wirkungsstätte (von 2009 bis 2011 in Diensten des VfB) droht die meiste Gefahr von Daniel Franziskus. Der einstige Knipser des VfB Oldenburg führt zurzeit die Torschützenliste der Liga mit neun Treffern an. Auch der im Sommer vom VfL Osnabrück gekommene Ahmet Arslan, vor drei Jahren Torschützenkönig zu seinen Zeiten beim Hamburger SV II, bringt einiges an Offensivqualität mit. Beim 3:0 am Mittwoch im Landespokal-Halbfinale gegen den Oberliga-Zweiten SV Todesfelde gelang ihm das 1:0, ehe der Ex-Rehdener Kresimir Matovina einen Doppelpack schnürte.

Bei so viel Variabilität ganz vorn kehrt sicherheitshalber der zuletzt im zentralen Mittelfeld aufgebotene Shinji Yamada zurück auf die Rechtsverteidiger-Position. „Shinji ist für uns in der Abwehr unverzichtbar“, adelt Muzzicato den Japaner, den er im Sommer nach dessen Ankunft beim BSV vom Links- zum Rechtsverteidiger umgeschult hatte. Nicht die erste Metamorphose in der Karriere des 24-Jährigen: Als er vor zweieinhalb Jahren nach Deutschland kam, galt er als Sechser. 

Deshalb spielte Yamada am Mittwoch in der Mitte, „weil ich gegen diese Mannschaft einen schnellen Umschaltspieler haben wollte“, erklärt Muzzicato. Yamada enttäuschte ihn nicht, „denn er hatte seine Ballgewinne und Abschlüsse“. Doch am Samstag in der Hansestadt dürfte sich der bisher zweifache Torschütze wieder auf der rechten Abwehrseite wiederfinden. „Und dort fühlt er sich auch wohler, wenn er mehr freien Raum vor sich hat“, sagt sein Chefcoach. 

ck

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