Nach Sieg gegen Goslar ist der Klassenerhalt greifbar / Starke erste Halbzeit

3:1 – Rehdens Könige stehen kurz vor ihrer Krönung

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Goslars Torwart Marc Brosius streckt sich vergebens, Marcel Stutter kommt mit dem Hinterkopf an den Ball. Die Kugel fliegt aber knapp über das Tor. Rehdens Michael Wessel (links) beobachtet die Szene seines Teamkollegen.

Rehden - Von Arne Flügge. Die englische Boulevard-Zeitung „Sun“ würde schreiben: „Rehdens Panzer rollen weiter durch die Liga!“ Nun, das ist zwar ziemlich martialisch und für ein Medium in der Wortwahl tiefste Schublade, trifft im Grunde aber doch den Kern. Denn auch am Samstag ließ sich der Fußball-Regionalligist BSV Rehden im Kampf um den Klassenerhalt nicht beirren und schlug den direkten Konkurrenten Goslarer SC dank einer bärenstarken ersten Halbzeit mit 3:1 (3:0). Rehden bleibt damit seit Ende November 2014 ungeschlagen und feierte gegen Goslar den fünften Heimsieg und zudem den fünften Sieg in Folge.

BSV-Trainer Alexander Kiene war natürlich wieder einmal „sehr zufrieden und stolz. Wir haben jetzt 39 Punkte und brauchen noch einen kleinen Schritt, um die Krönung perfekt zu machen.“ Und das, so der Coach, solle jetzt möglichst schnell passieren, „damit sich die Mannschaft auch endlich dafür belohnt, was sie bisher Außergewöhnliches geleistet hat.“

Grundstein für den Erfolg war eine erste Halbzeit, in der die Gastgeber der Mannschaft aus dem Harz nicht eine Minute zum Verschnaufen ließen. Bereits in der siebten Minute scheiterte Marcel Stutter an SC-Keeper Marc Brosius. Sechs Minute später köpfte Abu Bakarr Kargbo einen Freistoß von Viktor Pekrul doch zum 1:0 in die Maschen (13.). „Das war ein klasse Ball. Ich brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten“, strahlte der Torschütze. Nur 60 Sekunden später scheiterte Kargbo freistehend an Brosius, Eine Minute darauf feuerte Pekrul knapp drüber. Rehden machte Dampf, war ball- und passsicher. Das 2:0 war nur eine Frage der Zeit. Es fiel in der 28. Minute durch einen direkten Freistoß von Jeffrey Obst, bei dem Brosius diesmal keine gute Figur abgab.

Rehden war aber noch nicht satt und kam noch vor der Pause zum 3:0. Nach toller Vorarbeit von Stutter steuerte Kargbo aus halbrechter Position auf Brosius zu, spielte diesmal aber quer, und Kevin Artmann drückte den Ball über die Linie. „Nachdem ich zuvor am Torwart gescheitert war, hab’ ich mir gedacht, leg’ den jetzt mal lieber auf“, grinste Kargbo.

Rehden war obenauf, Goslar restlos bedient. „Das war eine Blamage, die mir Sorgen macht. Wir hätten nach 45 Minuten auch 0:6 hinten liegen können“, seufzte Goslars Trainer Dariusz Schubert: „Wir haben Riesenfehler gemacht.“

Nur 15 Sekunden nach Wiederanpfiff hätte Artmann fast das 4:0 erzielt, scheiterte aber an Brosius – wie auch vier Minuten später. „Das waren zwei Großchancen. Macht Kevin die rein, ist alles klar“, sagte BSV-Trainer Kiene.

So aber kam Goslar besser auf und durch Daniel Vaughan in der 50. Minute per Kopfball auch zum 1:3. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu tief verteidigt und vorn die Bälle nicht mehr gehalten“, monierte Kiene. Da war vieles nur noch Stückwerk. Schubert sprach auf der anderen Seite von einem nun guten Spiel seiner Mannschaft: „Die Jungs haben Charakter gezeigt, leider zu spät.“

Allerdings hatten die Rehdener die klareren Chancen. Allein Danny Arend hatte noch drei Mal das 4:1 auf dem Fuß. „Es hat nicht sollen sein“, seufzte der Offensivspieler, „das hat mich natürlich schon geärgert. Wichtiger ist aber der Sieg. Wir haben einen Lauf.“

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