Nach der Hinspielpleite in Goslar und dem Rücktritt von Petersen ging es mit Rehden bergauf

Der Kreis schließt sich

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Nach der 1:4-Pleite im Hinspiel warf Rehdens damaliger Trainer Andreas Petersen hin. Morgen kommt es nun im Abstiegskampf zum Rückspiel zweier direkter Konkurrenten.

Rehden - Goslar – da war doch was? Klar: eine desolate Leistung im Hinspiel, eine 1:4-Packung für den BSV Rehden. Doch nicht deshalb ist dieses Spiel vielen in Erinnerung geblieben. Packungen und miese Leistungen hatte es zuvor auch schon gegeben. Die Niederlage in Goslar war vielmehr der Anfang vom Ende der Zusammenarbeit mit Trainer Andreas Petersen. Sein Co-Trainer Danny König war bereits vier Tage zuvor gefeuert worden. Und am 27. Oktober, dem Tag nach der Niederlage, trat dann Petersen zurück. Er hinterließ eine völlig verunsicherte Mannschaft, die mit nur zwei Siegen in 14 Spielen auf Abstiegsplatz 17 abgerutscht war.

Das Pikante: Petersen muss seinen Abschied schon geplant haben. Aus dem Umfeld des Goslarer SC wurde später bekannt, dass sich der 54-Jährige vor (!) dem Spiel als neuer Trainer der Mannschaft aus dem Harz angeboten haben soll. Er wurde aber nicht genommen. Aber Petersen hatte noch andere Eisen im Feuer. Drei Tage nach seiner Demission in Rehden unterschrieb er beim Nordost-Regionalligisten TSG Neustrelitz. Von dort aus schickte Petersen noch via „Bild“-Zeitung letzte „Liebesgrüße“ nach Rehden – dessen Sportvorstand Markus Kompp konterte scharf.

Morgen nun schließt sich der Kreis. Der BSV Rehden empfängt Goslar zum Rückspiel. Und zwischen beiden Partien lag ein monatelanger, quälender Abstiegskampf, der noch längst nicht beendet ist. Doch seit Petersens Rücktritt haben die Rehdener – zuerst unter Interimscoach Daniel Gunkel und jetzt unter Trainer Alexander Kiene – in 15 Spielen 24 Zähler geholt. Das Team gewann zuletzt sogar vier Mal in Folge. „Im Grunde“, sagt BSV-Sportvorstand Markus Kompp süffisant, „müssen wir Herrn Petersen noch dankbar sein. Denn er hat mit seiner letzten Aktion den Erfolg des BSV Rehden eingeleitet. Seit er weg ist, zeigt sich, dass die Mannschaft doch nicht so schlecht ist. Und Alexander Kiene macht jetzt einfach einen richtig guten Job.“

Dass der Club dennoch als momentan Zwölfter mit 36 Punkten nur vier Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat, zeigt, wie tief der Club damals nach dem Hinspiel in Goslar im Sumpf gesteckt hatte. „Ich glaube“, seufzte BSV-Boss Friedrich Schilling seinerzeit, „wir können schon für die Oberliga planen“. Heute ist er „stolz darauf, was die Trainer und die Mannschaft geleistet haben“. Nach dem Petersen-Rücktritt, versteht sich.

Die Partie morgen gegen Goslar könnte zu einem Schlüsselspiel werden. Die Gäste aus dem Harz (34 Punkte/Platz 15.) stehen ebenfalls noch mit dem Rücken zur Wand. Bei einem Sieg würden sich die Rehdener diesen Konkurrenten erstmal weiter vom Leib gehalten. „Es ist ein sehr wichtiges Spiel. Unsere tolle Serie bringt uns nichts, wenn wir gegen die direkten Konkurrenten die Punkte nicht holen – wie jetzt gegen Goslar und dann demnächst gegen Oldenburg“, sagt Kompp. Bestreitet das Team diese Spiele positiv, „dann wird es auch gut ausgehen“. Denn ein Endspiel am letzten Spieltag daheim gegen Aufstiegsaspirant VfL Wolfsburg „brauchen wir nun wirklich nicht“.

flü

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