Auf nach Braunschweig – aber wann?

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So sehen DFB-Pokal-Starter aus! Ausgiebig feierte der BSV Rehden mit seinen Fans den Landespokal-Finaleinzug und die Qualifikation zum deutschen Cup.

Rehden/Uphusen - Sie warfen ihren Trainer Björn Wnuck in den Himmel, drehten im Kreistanz ab, flüchteten vor Sektduschen und sangen immer wieder: Rehdens große Liebe – BSV!“

Dann mussten die Fußballer des BSV Rehden ganz schnell zu ihren Fans sprinten, denn die gut 150 mitgereisten Schwarz-Weißen hatten ihren Regionalligisten 90 Minuten lang zu diesem 4:1-Halbfinalsieg im NFV-Pokal beim TB Uphusen getragen.

Für Rehdener Verhältnisse war derart frenetischer Beistand ungewöhnlich, aber im Spiel um den DFB-Pokal-Einzug unglaublich hilfreich. Trotz zehnfacher Überlegenheit kam der Uphuser Anhang nicht gegen diese Geräuschkulisse an – Grund genug, den Anhängern ausgiebig zu danken. Zum Abschluss gab's ein gemeinsames Teamfoto vor dem BSV-Block, zu dem Mittelfeldmann Marius Winkelmann als Letzter per Purzelbaum anrauschte. Rehdens „Sechser“ war nämlich vorher ein gefragter Interviewpartner.

In den Gesprächen vor den Mikrofonen plauderte Winkelmann locker seinen Wunschgegner für die DFB-Pokal-Erstrunde vom 15. bis 18. August aus: „Werder Bremen wäre super.“ Oder „ein schwächerer Zweitligist“ – denn das würde Rehdens Chance aufs Weiterkommen erhöhen…

Auch Kiala Kifuta, als Torschütze und zweifacher Vorbereiter maßgeblich am Sieg beteiligt, strahlte inmitten der Sause: „Ich bin sehr happy, dass wir in diesem großen Wettbewerb stehen.“ Seine eigene Leistung wollte „Kifu“ nicht zu hoch hängen, denn er fand: „Alle unsere Jungs haben das gut gemacht.“

Als Bonbon wartet nun das Endspiel im Niedersachsenpokal, das Finalgegner FT Braunschweig gern wieder im Stadion der Eintracht austragen würde. Als klassentieferer Club hat der Oberligist Heimrecht, doch der bisher anvisierte Termin am 28. Mai ab 19 Uhr steht nun doch noch nicht ganz fest: Jener Abend vor Himmelfahrt brächte die „Freien Turner“ in zeitliche Schwierigkeiten, weil sich der Oberliga-Zweite derzeit mit dem punktgleichen Spitzenreiter Lüneburger SK noch ein Rennen um die Meisterschaft liefert. Als Vizemeister müsste die Mannschaft von Trainer Uwe Walther in die Relegation um den Regionalliga-Aufstieg – und dafür schon am 31. Mai bei Schleswig-Holstein-Meister VfB Lübeck antreten. In diesem Fall deute einiges auf eine Vorverlegung des Finales hin, hieß es gestern vom Niedersächsischen Fußball-Verband. Somit müsste kein FT-Spieler für die zweifellos wichtigere Aufstiegsrunde geschont werden. ck

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