Muzzicatos Wunsch: Höherer Ertrag

Rehdens Trainer fordert auch in Norderstedt ein Auftreten wie zuletzt in Wolfsburg

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Szene aus dem Hinspiel: Rehdens Shinji Yamada (Mitte) im Zweikampf mit Norderstedts Kang-min Choi. Während Yamadas Einsatz als schneller Umschaltspieler sicher scheint, fällt Choi verletzt aus. Doch der starke Sechser Deran Toksöz (hinten) ist gesetzt.

Rehden - Die Diskrepanz zwischen Leistung und Resultat gab Benedetto Muzzicato dieser Tage mal wieder reichlich zu denken. In den zwei jüngsten Spielen seiner Regionalliga-Fußballer gegen Werder Bremen II und beim VfL Wolfsburg II „haben wir das überragend gemacht“, schwärmte der Trainer des BSV Rehden.

Doch beide Partien gingen verloren. Am Sonntag nun startet sein Tabellen-15. ab 14 Uhr bei Eintracht Norderstedt in die Rückrunde – jenem Gegner, den sein Team im Hinspiel mit 2:1 besiegt, dabei aber laut Ansicht des 40-Jährigen eine schlechte Partie gezeigt hatte.

„Jetzt hoffen wir mal, dass die Jungs das, was sie gegen Werder und Wolfsburg abgerufen haben, auch mal gegen eine nicht so präsente Mannschaft abrufen“, wünscht sich der A-Lizenz-Inhaber. Bisher könnte die Bilanz der direkten Duelle ausgeglichener kaum sein: In elf Vergleichen gab es je vier Siege auf beiden Seiten, dreimal ging es unentschieden aus.

Auch aus diesem Grund hütet sich Muzzicato davor, diesen in der vierten Liga seit 2013 etablierten Kontrahenten zu unterschätzen: „Das ist eine sehr homogene, eingespielte Mannschaft, die immer für eine Überraschung gut ist“, warnt er. Jenes Kollektiv von Trainer Dirk Heyne stuft er trotz der Ausfälle seines effizienten Stürmers Sinisa Veselinovic, des schnellen Linksaußen Kang-min Choi (beide Innenbandriss) und des Kreuzbandrisses von Innenverteidiger Hamajak Bojadgian nach wie vor als gefährlich ein. 

„Dafür haben sie mit Marin Mandic und Deran Toksöz sowie weiteren langjährigen Eintracht-Stützen noch immer richtig viel Qualität im Kader“, hebt der BSV-Coach den Innenverteidiger und den griffigen Sechser hervor. Zudem gelte es, den bisher neunfachen Torschützen Felix Drinkuth zu beachten.

Muzzicato selbst muss neben den im Aufbautraining befindlichen Defensivspielern Tobias Esche und Lucas Lohmann seit dem 0:2 in Wolfsburg am Samstag auf Josip Tomic und Mohammed Salifou verzichten. Tomic trug eine Zerrung davon, der eingewechselte Salifou musste nach einem Pferdekuss wieder runter. „,Mo’ wollten wir für seine zuletzt gute Entwicklung belohnen“, schildert Muzzicato.

Aus diesem Grund durfte auch Robin Janowsky erstmals in dieser Saison von Beginn an ran. Seit dem Frühjahr hatte der 21-Jährige an Pfeifferschem Drüsenfieber und dessen Folgen zu leiden, in Wolfsburg nun legte er auf der rechten Abwehrseite einen überzeugenden Auftritt hin. 

„Wir wollten Shinji Yamada wieder weiter vorn spielen lassen, weil wir sonst keinen guten Umschaltspieler haben – und Robin war hinter ihm eine gute Absicherung“, unterstreicht sein Chef. Zwar sah der Verteidiger bei einem Gegentor nicht gut aus, „aber das kreide ich mir selbst an“, gesteht Muzzicato: „Robin konnte nach dieser langen Zeit noch nicht auf seinem Standard-Level sein.“

An seiner Defensive hat der Übungsleiter ohnehin wenig auszusetzen, wohl aber an der zu braven Offensive: „Wir sind vorn zu harmlos – und das sieht man nicht nur an unseren erzielten Toren, sondern auch daran, dass wir zu wenige Standards herausholen. Wir hatten noch keinen Elfmeter und noch kein Freistoßtor“, nennt er weitere Beispiele.

ck

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