Vom BSV Rehden zu Viktoria Berlin / „Richtig Bock drauf“

Muzzicato holt Lewald

Bald in Berlin: Rehdens Jakob Lewald. Foto: jdi

Rehden/Berlin – Es ist Liebe auf den zweiten Blick. Oder den dritten, um genau zu sein. Schon im Sommer 2019 wollte Benedetto Muzzicato, Ex-Coach des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden, Defensiv-Allrounder Jakob Lewald mit zu seiner neuen Station bei Viktoria Berlin nehmen. Klappte nicht. Im Winter dann der nächste Anlauf. Erneut vergeblich, weil der 21-Jährige eigentlich zum FC Schalke 04 II wechseln wollte – letztlich dann aber doch nach Rehden zurückkehrte und auch wieder für den BSV spielte. Doch nun zahlt sich aus, dass der ambitionierte Nordost-Regionalligist aus Berlin am Ball blieb. In der neuen Saison – wann auch immer sie startet – trägt Lewald, dessen Vertrag beim BSV ausläuft, das hellblaue Viktoria-Trikot.

„Ich bin froh und glücklich, dass ich in dieser für alle schwierigen Zeit etwas Neues gefunden habe, auf das ich richtig Bock habe“, sagte der 23-Jährige am Dienstagnachmittag, als er gerade mal eine kurze Pause vom Heckeschneiden im Garten machte: „Für mich war klar, dass es im Sommer nur die eine Option gibt.“ Er ist schon dabei, sich in Berlin eine Wohnung zu suchen – und das ist in der aktuellen Corona-Zeit „mit das Schwierigste“.

Auf den ersten Blick steigt Lewald mit seinem Wechsel auf der Karriereleiter keine Sprosse höher. Rehden rangiert aktuell auf Platz acht, die Viktoria ebenfalls. Viertligisten sind beide. Doch er betont: „Bei Viktoria wird unter Profi-Bedingungen gearbeitet. Der Verein hat viel vor, hohe Ziele und eine hungrige Mannschaft.“ Sein Bald-wieder-Trainer Muzzicato bestätigt das: „Wir wollen nächste Saison angreifen.“ Die Berliner haben die Dritte Liga fest im Visier.

Und Lewald soll dabei helfen, den Aufstieg zu packen. „Jakob hat eine super Entwicklung hingelegt, ist spielintelligent und auch noch torgefährlich. Das fehlt uns gerade bei Standards in der Offensive“, sagt Muzzicato über den 1,94 Meter-Mann.

Wann Lewald, der bei Viktoria auch auf die Ex-Rehdener Yannis Becker und Shinji Yamada trifft, tatsächlich offiziell Berliner wird, steht noch nicht endgültig fest. Er hat vor, die Saison in Rehden zu beenden. Und das könnte theoretisch noch etwas länger dauern, falls die aktuelle Spielzeit nur unterbrochen und nicht vorzeitig beendet wird. „Wenn er später kommt, kommt er später“, meint Muzzicato: „Wir planen fest mit Jakob.“

Rehden muss hingegen ohne seine Stammkraft auskommen. Sportvorstand Michael Weinberg hat es akzeptiert, war aber „ein stückweit enttäuscht“, dass er von dem Wechsel im Internet und nicht von Lewald persönlich erfahren hatte. Erst am Tag danach gab es ein Telefonat. „Es ist mit der Veröffentlichung ziemlich schnell gegangen“, sagt Lewald und fügt an: „Ich glaube nicht, dass es deshalb einen Knacks in der Beziehung zu Rehden gibt. Ich weiß, was ich dem BSV zu verdanken habe.“  mr

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