Muzzicato denkt ökonomisch

Rehdens Trainer wirft gegen Hildesheim wohl die Rotationsmaschine an

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Lennart Madroch (li.) ging gegen Havelse auch verbal voran. Gegen werden seine Führungsqualitäten noch mehr gefragt sein, schließlich ist Kapitiän Kai Basian Evers gesperrt.

Rehden - Ein guter Anfang ist geschrieben. Doch die Geschichte des Regionalliga-Abstiegskampfes ist noch lange nicht zu Ende erzählt für den BSV Rehden. Das betonte Benedetto Muzzicato nach dem 4:2-Erfolg seiner Mannschaft gegen den TSV Havelse.

„Wir dürfen nicht zu lange feiern“, forderte der Trainer: „Die Jungs müssen jetzt in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Hildesheim richtig gut trainieren, ansonsten kriegen sie ein Problem mit mir.“ Vor dem Heimspiel (Samstag/14.00 Uhr) gegen das Liga-Schlusslicht duldet der 39-Jährige keine Nachlässigkeiten; wenngleich er auch um die Bedeutung des 4:2-Erfolges weiß: „Es war zwar nur ein kleiner Sprung, aber wir befinden uns auf dem richtigen Weg.“

Gegen Havelse hatten die Schwarz-Weißen tatsächlich gute Ansätze gezeigt. Die Tore zum 2:2 und 4:2 waren fein herausgespielt, die Arbeit gegen den Ball funktionierte wie bereits in den vorherigen Partien exquisit. „Außer bei ein, zwei Standardsituationen haben wir gegen Havelse nichts zugelassen“, freute sich Muzzicato.

Kapitän fehlt wegen fünfter Gelber

Ein Stützpfeiler für ein stabiles Rehdener Grundgerüst wird aber Samstag fehlen. Kapitän Kai Bastian Evers kassierte am Mittwoch gegen die Garbsener die fünfte Gelbe, ist somit zum Zuschauen verdammt. Aber nicht nur auf seiner Position im defensiven Mittelfeld wird es Änderungen geben. „Wir müssen in dieser Phase der Saison ökonomisch denken. Schließlich geht es Mittwoch schon gegen Norderstedt weiter“, kündigt der Coach an, dass er die Rotationsmaschine anschmeißen wird.

Auch psychologisch stehen die Rehdener gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim vor einer neuen Herausforderung. Erstmals seit längerer Zeit gehen sie als Favorit in eine Partie. „Natürlich wird es eine Kopf- und Einstellungssache“, weiß Muzzicato, der davor warnt, die Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen: „Sie haben auf jeden Fall Qualität. Sie hatten in vielen knappen Spielen das Pech auf ihrer Seite.“

Hildesheim trifft nicht

Stimmt. Allerdings ist die jüngste Serie der Hildesheimer schon arg erschreckend. In den vergangenen acht Regionalliga-Partien blieb die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar siebenmal (!) ohne eigenen Treffer. Ganze neun Tore in 20 Partien sind natürlich der Negativwert der Liga.

Rehdens 16 Treffer sind allerdings auch kein Ruhmesblatt. Muzzicato sieht aber eine positve Entwicklung im Offensivspiel der Schwarz-Weißen – und gibt ein Versprechen ab, das gleichzeitig eine Bitte um Kontinuität darstellt: „Je länger die Mannschaft und ich zusammenarbeiten, desto besser werden wir werden.“ Dann wird die Rehden-Story 2017/18 auch ein Happy End haben.

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