Rehden trifft zum Regionalliga-Jahresauftakt auf Meister Flensburg

Mutmacher Muzzicato

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Wiedersehen mit alten Kollegen: Kevin Njie (links, hier im Laufduell mit Addy-Waku Menga) kehrt am Samstag erstmals im Flensburg-Trikot nach Rehden zurück.

Rehden - Alles ist eine Frage der Perspektive. Dass der abstiegsbedrohte BSV Rehden zum Jahresauftakt ausgerechnet gegen den aktuellen Titelträger der Regionalliga Nord startet, dürfte bei vielen Sympathisanten der Schwarz-Weißen für Magengrummeln sorgen. Benedetto Muzzicato sieht es anders. „Das ist doch geil!“, sagt Rehdens Trainer vor der Partie (Samstag, 15.00 Uhr) gegen den SC Weiche Flensburg: „Direkt gegen den Meister, dann noch zu Hause - und dank der letzten Vorbereitungseindrücke gehen wir mit Selbstvertrauen in dieses Spiel.“

Muzzicato ist froh, dass es nun endlich wieder um etwas geht. Die sechseinhalbwöchige Vorbereitung habe einiges an „Kraft und Energie gekostet“. Es sei schließlich darum gegangen, „Zeit aufzuholen, die wir im Sommer nicht hatten“. Damals war extrem am Kader rumgeschraubt worden, der Trainer hatte somit erst spät sein Personal zusammen.

In der jetzigen Transferperiode verzichteten die Macher in Rehden auf den ganz großen Umbruch: Vier Spieler gingen, vier Neuzugänge kamen. Und zwei davon haben nach den jüngsten Eindrücken gute Chancen, gleich gegen Flensburg in Rehdens Startformation zu stehen. Bei Quentin Fouley dürfte das so gut wie sicher sein. Der Neuzugang vom FC RW Erfurt bewies in der Vorbereitung bereits seine Torgefahr und Kreativität - also genau jene Attribute, die den Schwarz-Weißen in der Vorrunde häufig abgegangen waren.

Für mehr defensive Stabilität soll hingegen Miroslav Kovacevic sorgen. Der Montenegriner agierte in der Vorbereitung häufig abgeklärt, hält allerdings manchmal zu lange den Ball. Und das könnte am Samstagnachmittag zum Problem werden. „Gegen Flensburg wird es darum gehen, bestimmte Entscheidungen noch schneller zu treffen“, betont Muzzicato.

Sein Team trifft auf eine Mannschaft, bei der die Automatismen greifen. Nicht verwunderlich, schließlich sitzt Daniel Jurgeleit bereits seit achteinhalb Jahren auf der Trainerbank. Der Ex-Profi (106 Zweitliga-Tore) setzt häufig auf ein offensives 3-5-2-System. Und gerade in vorderster Linie hat der Tabellenvierte eine extreme Tiefe im Kader. Gökay Isitan (sieben Treffer), Marvin Ibekwe (sechs), Nico Empen sowie Gary Noel (beide fünf) strahlen allesamt Torgefahr aus. Bei Standardsituationen dürfen die Rehdener zudem nicht Kapitän und Verteidiger Christian Jürgensen (sechs) aus den Augen verlieren.

Muzzicato und sein Trainerteam wissen das alles. Und der Matchplan steht. Auch die Personalauswahl ist fast getroffen. „Nur auf einer Position schwanken wir noch“, sagt Rehdens Coach. Bei aller akribischen, auch gegnerorientierten Vorbereitung komme es am Ende aber auf eine Sache besonders an: „Wir benötigen Mut, Mut, Mut.“  wie

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