Morgen kommt Braunschweigs Reserve / Kiene: „Gute Vorbereitung“

Runderneuerte Rehdener: Die Aufholjagd kann beginnen

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Können die Rehdener Spieler morgen die Anweisungen ihres neuen Trainers Alexander Kiene umsetzen?

Rehden - Von Gerd Töbelmann. Seit fünfeinhalb Wochen fährt Alexander Kiene 220 Kilometer am Tag, um von seinem Wohnort Hannover nach Rehden zu gelangen. „Anstrengend ist das schon, aber ich will mit dem Team schließlich etwas erreichen“, sagt der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden. Und er muss etwas erreichen, denn als Vorletztem steht dem BSV vor dem morgigen Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II (Anstoß 15.00 Uhr) das Wasser bis zum Hals.

Rekordverdächtig in seiner Vereinsgeschichte und wohl auch einmalig für Regionalliga-Verhältnisse war der Winter-Verschiebebahnhof innerhalb des Kaders. Neun Neuzugängen stehen acht Abgänge gegenüber. „Sowas habe ich in meiner Karriere als Trainer auch noch nicht erlebt“, gibt der 37-jährige A-Lizenz-Inhaber unumwunden zu und schiebt gleich nach: „Mit der Integration kann das natürlich etwas dauern. Aber wir haben uns bewusst für die Neuzugänge entschieden, weil wir denken, dass wir mit ihnen die Klasse halten können.“

Die Winter-Vorbereitung absolvierte der BSV ohne Testspiel-Niederlage. Auch deshalb sagt Kiene, „dass wir gut durchgekommen sind, weil ich fast immer den kompletten Kader beisammen hatte.“ Lediglich Matthias Tietz (Schwellung im Knie) ist morgen fraglich.

Auf eine Wunschformation lässt sich der vom Oberligisten Arminia Hannover geholte Coach nicht festlegen, ließ aber durchblicken, dass die bisherigen Säulen der Abwehr auch weiterhin die Stützpfeiler bleiben. Gemeint sind Keeper Milos Mandic sowie die Innenverteidiger Stefan Heyken und Michael Wessel. Kiene ist froh, „dass Stefan nach seiner Verletzung wieder völlig fit ist, denn so ein Typ, der auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt, ist immens wichtig fürs Team.“

In der Offensive gibt es eine Vielzahl von Kandidaten für die Startelf. Die Neuzugänge Moses Lamidi oder auch Abu Bakarr Kargbo (traf im letzten Testspiel gegen Brinkum doppelt) dürfen sich natürlich Hoffnungen machen. „Aber letztlich richte ich die Aufstellung auch nach dem Gegner aus“, sagt Kiene, der im Hauptberuf Lehrer in Neustadt am Rübenberge ist.

Und dieser Gegner hat es wahrlich in sich, denn die Zweitliga-Reserve der Eintracht ist Sechster und holte vor knapp einer Woche ein 3:1 bei Hannover 96 II. Als Augenzeuge saß Kiene auf der Tribüne und erkannte, „dass Braunschweig sehr kompakt steht und auf Fehler des Gegners lauert. Und dann geht es bei denen ruckzuck nach vorn.“ Doch Rehdens Coach hat auch Schwächen erkannt und sie seinen Spielern per Videoanalyse vorgeführt: „Die Viererkette erschien mir nicht gerade sattelfest. Das sollten wir am Samstag nutzen.“ Bereits 36 Gegentore scheinen Kienes Beobachtungen zu bestätigen.

Allerdings muss Rehden für die geplante Aufholjagd erst einmal in die Spur kommen, denn seit immerhin elf Spielen wartet das Team auf einen „Dreier“.

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