Rehdens Trainer Fabian Gerber will Kerle sehen

„Mir fehlt das Feuer, das Brennen“

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Die Enttäuschung bei Rehdens Trainer Fabian Gerber war nach der 2:3-Pleite in Hamburg gestern groß.

Hamburg - Die 2:3-Pleite gestern beim Hamburger SV II hat Fabian Gerber (36) mitgenommen. Im Interview analysiert der Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden die Partie und fordert für die restlichen drei Begegnungen ganze Kerle auf dem Platz.

Herr Gerber, wie sehr nagt diese Niederlage an Ihnen?

Fabian Gerber: Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Wir hätten heute einen Big Point im Abstiegskampf holen können, aber das haben wir nicht geschafft. Der HSV war keinen Deut besser als wir. Aber wir haben uns durch dumme individuelle Fehler selbst geschlagen. Das ist das Enttäuschende.

Dabei hatte Ihre Mannschaft den HSV II doch weitgehend im Griff.

Gerber: Anfänglich hatten wir einige Schwierigkeiten. Danach aber haben wir das Spiel kontrolliert und dominiert. Dann kriegst du in unserer Drangphase ein Gegentor, das so nicht hätte passieren dürfen.

Dennoch fiel kurz nach der Pause der Ausgleich. Warum hat die Mannschaft dann nicht nachgelegt?

Gerber: Ich weiß es nicht. Wir haben es einfach verpasst, noch eine Schippe draufzulegen. Mir hat der letzte Ehrgeiz, die Entschlossenheit gefehlt, das Spiel nach dem 1:1 unbedingt auf unsere Seite reißen zu wollen.

Warum hat die Mannschaft diesen Willen nicht gezeigt, schließlich ist Abstiegskampf angesagt?

Gerber: Das ist schwer zu sagen. Selbst nach dem 3:0 gegen Norderstedt hatten wir so eine Phase. Was uns noch fehlt, ist die richtige Mentalität. Wir haben zu wenige Typen, die sagen: ,So, ich will gewinnen, ich will kein Gegentor, ich will das Tor machen.' Mir fehlt das Feuer, das Brennen, alles rauszuhauen.

Aber ohne dieses Feuer geht Abstiegskampf nicht.

Gerber: Das ist der Punkt. Wir müssen auch mal unangenehm sein. Wir sind noch zu nett. Ich brauche Kerle, die auch kratzen und beißen, die sich mit Händen und Füßen wehren. Und wer das nicht kapiert, ist fehl am Platz. Wir arbeiten im Training sehr hart. Und in diesen 90 Minuten im Spiel kann man sich die Woche vergolden oder alles kaputtmachen. Wir machen uns noch zu oft alles kaputt, weil ich nicht bei allen den absoluten Willen sehe.

Wie groß ist in Rehden die Angst vor dem Abstieg?

Gerber: Wir sollten keine Angst haben. Aber es muss uns schon bewusst sein, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken. Wir sind eine von sechs, sieben Mannschaften, die da unten drinhängen. Spielerisch haben wir uns weiterentwickelt. Doch müssen wir das jetzt schleunigst auch in die richtigen Ergebnisse umsetzen.

Was am Freitag im Heimspiel gegen den SV Meppen schwierig werden dürfte. Die haben sich gerade mit einem 5:0 gegen St. Pauli II warmgeschossen.

Gerber: Wenn wir nicht kapieren, dass wir gegen Meppen um unser Leben rennen müssen, wird es eng und schwer. Das ist klar.

flü

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