Mengas magischer Moment

Traumtor bei Rehdens 1:0-Sieg in Egestorf

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Mann des Abends: Addy-Waku Menga besorgte Rehden mit einem herrlichen Treffer drei Punkte in Egestorf.

Egestorf - Der Gesang klang etwas schräg, aber der Mann des Abends wird sich trotzdem darüber gefreut haben. „Addy-Waku Menga, oh, oh, oh, oh oh“ erschallte es am Mittwoch um kurz vor neun Uhr auf der Sportanlage des Fußball-Regionalligisten 1. FC Germania Egestorf-Langreder – rhythmisch angelehnt an den 80er-Jahre-Hit „Vamos a la playa“. Die Huldigungen hatte sich der 35-jährige Stürmer des BSV Rehden redlich verdient. Mit einem „Mega-Tor“ (Trainer Benedetto Muzzicato) war Menga der Matchwinner beim wichtigen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg, durch den der BSV vom 16. auf den 14. Platz kletterte.

Damit ist Rehden bis auf einen Punkt an Egestorf (16) herangerutscht und hat ordentlich Rückenwind für das nächste Kellerduell am Sonntag (15.00 Uhr) beim VfL Oldenburg bekommen. „Es freut mich für die Jungs“, meinte Muzzicato: „Es ist der nächste Schritt in unserer Entwicklung, auch auswärts ein gutes Spuiel zu machen.“ Im siebten Versuch war es der erste Sieg auf fremdem Platz, Egestorf dagegen kassierte die erste Heimpleite der Saison. „Ich habe schon beim Aufwärmen gemerkt, dass die Jungs richtig Bock haben“, erzählte Muzzicato.

Die Partie war eigentlich für den 28. September angesetzt gewesen, wegen eines defekten Flutlichts aber ausgefallen. Diesmal brannte es ab der ersten Sekunde überall – nur nicht auf dem Rasen. In der ersten Halbzeit waren Chancen lange Zeit Mangelware. Die Hausherren, vor deren Standards Muzzicato vorher extra noch gewarnt hatte, schlugen zwar einige Bälle bei Freistößen oder Ecken in den Rehdener Strafraum – doch entweder waren die BSV-Verteidiger zur Stelle. Oder Keeper Rico Sygo bereinigte die Situationen. Die Gäste strahlten allerdings selbst auch kaum Torgefahr aus. Ein harmloser Flachschuss von Menga – das war’s dann auch schon. Bis zur 34. Minute: Da bekam der Ex-Profi in zentraler, offensiver Mittelfeldposition den Ball, zog aus gut und gerne 30 Metern ansatzlos aus dem Stand einfach mal ab – und die Kugel senkte sich über den verdutzten und etwas zu weit vor seinem Kasten stehenden Germania-Torwart Markus-Thor Straten-Wolf ins Netz. Ein wunderbarer Treffer! Menga streckte ganz lässig den Arm nach oben, ehe seine begeisterten Mitspieler zum Feiern heranrauschten. „Das hat Addy überragend gesehen und gemacht“, schwärmte Muzzicato.

Die Führung kam überraschend, aber Rehden nahm sie natürlich herzlich gerne mit. Egestorf war geschockt, berappelte sich in der kurz darauf folgenden Halbzeit jedoch wieder und meldete sich im zweiten Durchgang mit einer Top-Chance zurück. Doch Sygo parierte mit dem Fuß stark gegen Lennart Novotny, der aus kurzer Distanz geschossen hatte (54.). Danach waren die Gastgeber weiter bemüht, den Ausgleich zu schaffen – dabei aber viel zu harmlos. Die Rehdener beschränkten sich fast ausschließlich auf konzentrierte und disziplinierte Defensivarbeit, was ihnen im Kollektiv sehr gut gelang.

Und dennoch hätten sie am Ende um ein Haar noch zwei ihrer drei Punkte abgeben müssen. In der Nachspielzeit landete der Ball nach Marvin Schlömers spektakulärem Fallrückzieher aus 16 Metern auf der Latte des Rehdener Tores – da wäre auch Szygo machtlos gewesen. Muzzicatos Resümee: „Wir haten in dieser Saison schon viel Pech. Man muss eben auch mal Glück haben.“ 

mr

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