Rehden ringt Aufsteiger Norderstedt nieder – 2:1 / Trainer Wnuck bleibt unbesiegt

Mandic als Elfer-Killer und Baneckis Tor als Brustlöser

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Taiki Hirooka (rechts, gegen Norderstedts Björn Nadler) traf zum zweiten Rehdener Tor – das reichte am Ende zu einem 2:1 gegen einen engagierten FC Eintracht Norderstedt.

Rehden - Von Cord Krüger. Zeitungsleser wissen mehr! In einem Hamburger Sportteil hatte Björn Wnuck über Philipp Kochs Serie von 16 verwandelten Elfmetern in Folge erfahren.

„Im Text stand auch, wie er die Torhüter verlädt“, berichtete der Trainer des BSV Rehden. Und als der Vollstrecker von Eintracht Norderstedt gestern in den Rehdener Waldsportstätten zum Strafstoß antrat, rief Wnuck seinen Linksverteidiger Dominic Krogemann zur Bank. „,Kroge‘ sollte Milos sagen, möglichst lange stehen zu bleiben“, schilderte Wnuck. Krogemann richtete es aus, Torwart Milos Mandic gehorchte, hielt Kochs Schuss und sein Regionalliga-Team im Spiel. Auch er durfte sich daher nach dem 2:1 (0:0) des BSV als Matchwinner fühlen.

Denn hätten die Schwarz-Weißen gegen den zunächst deutlich engagierteren Aufsteiger schon nach dieser sechsten Minute zurückgelegen, wäre die Serie von Interimscoach Wnuck in Gefahr geraten. So aber holte der 28-Jährige in seinem siebten Spiel als Chef die Punkte elf bis 13 und betrieb auf der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Predrag Uzelac weitere Eigenwerbung. Das wollte Wnuck nicht abstreiten, „und es wäre lächerlich, wenn ich sagen würde, dass mich diese Aufgabe nicht reizt. Aber vor allem haben die Jungs erstmal für sich geworben.“

Zuerst Mandic. Der Keeper hatte zwar den Elfmeter gegen Linus Meyer verursacht, „aber das war keiner“, beteuerte Rehdens Nummer eins: „Es sah so aus, aber er macht das wie ein guter Stürmer, geht mit dem Ball an mir vorbei und fällt dann.“ Egal, Mandic erzwang durch langes Stehenbleiben Kochs schwachen Schuss und verschaffte seinen Vorderleuten somit einen psychologischen Vorteil. Doch mit dem wussten sie nichts anzufangen: „In der ersten Halbzeit haben wir das nicht gut gemacht“, räumte Wnuck ein: „Wir haben zu wenig Druck auf die Ballführenden ausgeübt und sind nicht so oft in die Tiefe gekommen.“

Ähnlich selten lief's über außen. Anfangs sah das durch Christian Hegerfeld, vom Linksverteidiger zum Linksaußen nach vorn beordert, vielversprechend aus. Auch Danny Arend wirbelte auf der rechten Seite. Doch außer Hegerfelds knapp vorbei gesetztem Schuss (16.) und einem Versuch von Francis Banecki nach Arend-Vorlage (18.) kam aus dem Spiel wenig Zwingendes zustande. „Bei den Standards hatten wir hingegen Chancen“, erinnerte Wnuck an Marius Winkelmann – der scheiterte allerdings nach einer Hegerfeld-Ecke an Schlussmann Johannes Höcker (19.). Auf der anderen Seite rettete Mandic gegen Björn Nadler (27.), und Meyer traf nur das Außennetz (28.).

Zur Pause rüstete Wnuck den Sturm durch Kiala Kifuta auf, der für Hegerfeld ins Spiel kam. Der kantige Kongolese belebte das Offensivspiel, holte und hielt viele Bälle und vergab nach einem Freistoß von Viktor Pekrul seine erste Chance (61.). Aber wenig später sorgte Sturmkollege Banecki für den Brustlöser: Winkelmann setzte sich stark auf der rechten Seite durch, spielte „Franz“ in den Lauf, und der überwand Keeper Höcker (67.).

Norderstedts Trainer Thomas Seeliger reagierte, wechselte nach Jürgen Tunjic nun noch Jan Lüneburg als weiteren Stürmer ein. „Aber wir haben in der zweiten Halbzeit besser gespielt, früher attackiert und dadurch mehr Druck ausgeübt“, nannte Winkelmann den Unterschied. So bereitetete er selbst auch das 2:0 vor, als er Taiki Hirooka bediente und der Japaner per Außenrist ins lange Eck traf (76.). Trotzdem blieb es spannend, weil Kifutas feiner 25-Meter-Lupfer von Jan-Philipp Rose von der Line gedroschen wurde (77.) und der 38-Jährige Tunjic noch verkürzte (88.). „Aus unserer Sicht wäre ein Remis verdient gewesen“, bedauerte Seeliger denn auch.

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