Nach holprigem Start verdienter Sieg im Kellerduell 

3:1 – Magouhi und Menga Rehdens Matchwinner in Eutin

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Na, wie habe ich das gemacht? Rehdens Addy-Waku Menga (Mitte) lässt sich von Viktor Pekrul, Michael Wessel (von links), Julian Stöhr, Lennart Madroch und Francky Sembolo (von rechts) für sein Tor zum 2:1 feiern. Am Ende siegte der BSV in Eutin mit 3:1.

Eutin - Freudentänze im Eutiner Forst: Hinten herzten ein paar Auswechselspieler Haktan Kelkit für seine bärenstarken 93 Minuten als Innenverteidiger des BSV Rehden, vorn formierte sich der Spielerkreis mit dem hüpfenden Matchwinner Hugo Magouhi in der Mitte. Dann ergriff BSV-Trainer Benedetto Muzzicato das Wort, lobte seine Regionalliga-Fußballer für den 3:1 (1:1)-Sieg im Kellerduell bei Schlusslicht Eutin 08 und wünschte allen ein schönes Wochenende. „Montag sehen wir uns wieder. Und das mit der Chancenverwertung kriegen wir auch noch hin.“

Denn „normalerweise“, monierte der 39-Jährige, „hätten wir hier 6:1 gewinnen müssen.“ Auch Addy-Waku Menga, am Samstag Zehner und wie Magouhi mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich am Erfolg beteiligt, gab zu: „Ich hatte vier oder fünf Riesen-Chancen. Einige hält der Torwart aber gut“, erinnerte er an seinen Gewaltschuss aus Minute 26, den Lukas Benner ebenso zur Ecke faustete wie dessen Schlenzer kurz vor der Pause (44.). Zuvor hatte der 34-Jährige von halblinks an den Querbalken gezimmert (16.).

Bis Menga allerdings zu diesen Szenen kam, erlebten die 380 Zuschauer eine grausige erste Viertelstunde, in der hüben wie drüben die blanke Angst regierte. Beide Seiten fürchteten, den ersten Fehler zu begehen – und in Minute 20 ereignete sich gleich eine Reihe solcher Aussetzer auf Rehdener Seite: Magouhi leistete sich ein unnötiges Foul im Mittelfeld, Rico Borgs weiter Freistoß bis vor den Strafraum erreichte Kevin Hübner, dessen Linksflanke unterband die BSV-Dreierkette ebensowenig wie Philip Nielsens Kopfball-Ablage auf Frederik Kaps – und der markierte das 1:0. Florian Stahl hätte erhöhen können, sein Schüsschen vorbei am ausgerutschten BSV-Schlussmann Milos Mandic klärte aber Michael Wessel (29.). „Danach haben wir alles versucht und zum Glück noch vor der Pause das 1:1 gemacht“, verdeutlichte Menga, wie wichtig dieser Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war. Er hatte Benner mit einem Kracher aus zentraler Position geprüft, den Abpraller versenkte Magouhi in bester Mittelstürmer-Manier per Innenrist (45.+1).

In den zweiten Durchgang ging Muzzicato offensiver – durch die Einwechslung von Francky Sembolo für Marko Stojanovic. Der hatte als Linksaußen zwar nicht enttäuscht, „aber ich hätte mir erhofft, dass er mehr in die Räume reinsticht“, monierte sein Trainer: „Da hat er mir zu oft falsche Entscheidungen getroffen.“

Sembolo hingegen arbeitete diesmal mannschaftsdienlicher als zuvor nach seiner Einwechslung gegen Wolfsburg II – und leitete Rehdens Führung ein: Am Elfmeterpunkt behauptete er den Ball, bugsierte ihn in Bedrängnis zu Magouhi, der stocherte im Fallen zu Menga – und dessen Schuss passte zum 2:1 (58.).

Ein schwerer Wirkungstreffer für die Eutiner, die unter der Woche ihren Sportchef vor die Tür gesetzt und Routinier Kevin Wölk suspendiert hatten. „Auch deshalb war es hier lange Zeit schwer für uns“, erklärte Muzzicato die besondere Stimmungslage und den engagierten Auftritt der Platzherren, die vor dem Rückstand deutlich besser die Zweikämpfe angenommen hatten. Nach dem 1:2 fiel ihnen jedoch nicht mehr viel ein. Eine Direktabnahme von Florian Ziehmer allerdings wäre das 2:2 gewesen – wenn Mandic nicht mit einem Glanzreflex unten gewesen wäre (74.). Fünf Minuten später dann stand der eingewechselte Kevin Artmann Pate zum 3:1. Benner verpasste ihm in der Vorwärtsbewegung im Fünfmeterraum einen Ellbogencheck ins Gesicht, den Elfmeter versenkte Sechser Kai Bastian Evers humorlos in den rechten Winkel zum 3:1 (79.).

Dabei blieb‘s, weil Magouhi in der Nachspielzeit ein Solo mit einem Schuss an den Giebel beendete und sich damit den Zorn des besser postierten Lennart Madroch zuzog. Doch darüber sah Muzzicato hinweg: „Vielleicht kamen dieser Gegner und dieser Sieg zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt freuen wir uns auf das Highlight gegen den HSV II“, blickte er auf das Heimspiel am Freitagabend gegen den Spitzenreiter voraus.

Aus Eutin berichtet Cord Krüger

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